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Kunst & Kultur

Elionora Amstutz in Stansstad

Die Bilder der Nidwaldner Künstlerin Elionora Amstutz überraschen zwar durch intensive Farben und häufig grosse Bildformate, aber es ist ein Kosmos, der einem bekannt vorkommt und in dem man sich auf den ersten Blick zurechtfinden kann: Landschaften, Menschen, alltägliche Szenen. Immer wieder wird der «Pilatus» aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Die Ausstellung dauert vom 7. bis 29. September 2019 und ist in der Stansstader Sust zu sehen.

Auf den zweiten Blick merkt man, dass es Elionora Amstutz nicht darum geht, die Berge – eines ihrer Lieblingsthemen – im Stil der klassischen Landschaftsmalerei darzustellen. Eigentlich ist nur die Berg-Silhouette gesetzt; alles, was sich unterhalb dieser Linie befindet, darf sich frei entwickeln. Auch wenn die Künstlerin die Komposition des Bilds bereits im Voraus im Kopf hat, lässt sie sich beim Gestalten die nötige Freiheit, um auf spontane Ideen eingehen zu können. Im vordergründig homogenen Mosaik lassen sich fantasievolle, häufig witzige Trouvaillen entdecken. Für diesen Prozess, der zu einem grossen Teil auf der Collagetechnik beruht, verwendet sie Begriffe wie «Montage», «Decoupage», «Demontage», «Abgrenzen» und «Ergänzen». Elionora Amstutz entnimmt Zeitschriften und anderen Medien Bilder, ordnet sie in Papierform nach Farben und Mustern und setzt sie zu einem neuen Ganzen zusammen. Dieser Arbeitsprozess besteht u.a. aus der farbigen Grundierung der Leinwand, dem Modellieren und dem Befestigen der Papierfragmente mit Kleister. Anschliessend wird die Bildoberfläche mit dem Pinsel bemalt, immer wieder geschliffen und am Ende mit einem Seiden- oder einem Mattlack überzogen. Durch die vielen Schichten, die über- und nebeneinanderliegen, fühlt sich die Oberfläche wie ein Relief an und besitzt auf diese Art eine starke Tiefenwirkung.

Im Baumarkt der Natur

Die gelernte Dekorateurin Elionora Amstutz durchlief auch eine breite  künstlerische Ausbildung: ein Bildhauerpraktikum bei Franco Annoni in Luzern, während fünfzehn Jahren Akt-Zeichnen an der Kunstgewerbeschule Luzern und Unterricht in der Bildhauerklasse von Waldemar Otto und bei Josef Zenzmeier an der Kunstakademie in Salzburg. Das räumliche Denken, die Dreidimensionalität sind weiterhin wichtige Pfeiler ihres künstlerischen Schaffens.

Kunstausstellung von Elionora Amstutz: «Impressionen» in der Sust, Stansstad vom 7. bis 29. September.

Vernissage am Freitag, den 6. September. 18.00 – 20.00 Uhr

Öffnungszeiten samstags von 14.00 – 17.00 Uhr; sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr

http://www.elionora-amstutz.ch/

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