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Naturaenergie AG, Kägiswil

Die Feststellung, dass das anfallende Grüngut eigentlich auch im eigenen Kanton verwertet werden kann, führte im Mai 2009 zur Gründung der Naturaenergie AG in Kägiswil. Seither liefern Gülle, Mist, Grüngut und Gastroabfälle Energie. Seit einem halben Jahr liefert auch eine 1700 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage Strom.

Bis vor wenigen Jahren hatte Obwalden keine eigene Grüngutverwertung. Diese Tatsache veranlasste Niklaus Seiler und Adi Müller, zusammen mit sechs gleichgesinnten Berufskollegen im Mai 2009 die Naturaenergie AG zu gründen mit dem Ziel, umweltfreundliche Energie aus dem im Kanton anfallenden Grüngut zu produzieren. Seither wird die Biogasanlage in Kägiswil mit Gülle, Mist, Grüngut sowie Gastroabfällen beschickt. 1,5 Millionen Kilowatt reinster Ökostrom werden seither von der Anlage jährlich produziert. Dies entspricht dem Strombedarf von rund 330 Haushaltungen. Die dabei jährlich anfallende Wärme von zirka 1,7 Millionen Kilowatt wird neben dem Prozesswärmebedarf für das unmittelbar neben der Anlage stehende Mehrfamilienhaus sowie für die Geflügelmasthallen genutzt. Weitere Abnehmer sind die Schlosserei Andreas Rohrer, die Z+B Imfeld GmbH sowie das Galileo-Huis von Planteams.

Ökostrom aus Kägiswil

Seit Mai 2011 produziert die Naturaenergie AG in Kägiswil mit dem an der Biogasanlage angeschlossenen Blockheizkraftwerk rund 1,5 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr. «Der produzierte Strom wird von der Bilanzgruppe für erneuerbare Energie abgenommen», berichtet Niklaus Seiler, Geschäftsführer der Naturaenergie AG und Gründungsmitglied des Unternehmens. Er ist zuversichtlich, dass mit dem vor wenigen Monaten neu installierten Blockheizkraftwerk neuster Generation die Stromproduktion im Jahr 2014 auf 2 Mio. KWh gesteigert werden kann. Übrigens: Die Naturaenergie AG verwertet die Gastroabfälle von Obwalden, Nidwalden und Uri. Egal, ob Speisereste oder Frittieröl – auch sie leisten einen Beitrag zur Produktion umweltfreundlicher Energie. Ganz nebenbei wird mit der Biogasanlage eine jährliche CO2-Reduktion von 800 Tonnen erreicht.

Neue Anlage für Solarstrom

Mit sieben Mitarbeitenden ist die Naturaenergie AG ein kleines, aber feines Unternehmen, für das sich auch schon die Schweizer Energieministerin interessiert hat. Bundesrätin Doris Leuthard hat im August 2013 das Obwaldner Unternehmen zusammen mit Fachleuten aus ihrem Departement besucht. Noch nicht zu Gesicht bekommen hat sie damals die neuste Produktionsanlage der Naturaenergie AG – die neue Photovoltaikanlage. Seit Dezember 2013 ist die Gewinnung von Sonnenenergie als Alternativenergie ein weiteres Betätigungsfeld des innovativen Unternehmens. Die Solarzellen breiten sich auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern aus und liefern seither so viel Strom, dass ohne weiteres rund 60 Haushaltungen versorgt werden können. (bc.)

www.naturaenergie.ch

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