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Klein aber fein

Um im Konkurrenzkampf gegen die immer grösser werdenden Massenhersteller zu überleben, verfolgt die Schwyzer Schokoladenherstellerin Max Felchlin AG eine klare Qualitäts- und Nischenstrategie. Das Konzept hat Erfolg: Mit rund 125 Mitarbeitern wird ein Jahresumsatz von rund 50 Millionen Schweizer Franken erzielt.

Schokolade der Max Felchlin AG ist exklusiv: Sie ist bei Grossverteilern nicht zu finden. Auch in Spezialitätenläden nicht. Für den Geniesser ist das Spitzenprodukt in Tafelformat nur im Firmenladen in Schwyz erhältlich. Die Max Felchlin AG hat sich auf die Belieferung von Konditoren, Confiseuren sowie von Guetzlifabriken spezialisiert. Was die für ihre «Grand Cru»-Qualitätsschokolade bekannte Firma von ihrer Konkurrenz abhebt und sie erfolgreich macht, ist die herausragende Qualität ihrer Schokolade sowie ihre Spezialisierung auf Nischenprodukte erster Güte. «Die Max Felchlin AG ist in der Branche ein kleiner, aber feiner Spitzenreiter», weiss Christian Aschwanden, Geschäftsführer der Schokoladenherstellerin.

Grosser Aufwand für gute Rohstoffe...

Die Beschaffung von Edel- und Raritäten-Cacao spielt eine zentrale Rolle im Konzept der Max Felchlin AG. «Da der Handel die hohen Qualitäts- und Informationsansprüche für die kleinen Bedarfsmengen nicht erfüllen kann oder will, haben wir über Jahre ein eigenes Beziehungsnetz mit Cacaoproduzenten aufgebaut», erklärt Christian Aschwanden die strategie.

Felchlin kennte die Produktionsbedingungen durch regelmässige Besuche der Produzenten vor Ort. «Auf diese Weise engagieren wir uns dafür, dass unsere Cacaos aus sozial fairen Arbeitsbedingungen und ökologisch nachhaltiger Produktion stammen», so Christian Aschwanden. Dies ist dem Innerschweizer Schokoladehersteller einiges wert: Die Max Felchlin AG bezahlt den Kakaobauern, welche hauptsächlich aus Mittel- und Südamerika, aus Ghana, Madagaskar oder Java stammen, beim Direkteinkauf durchschnittlich 50 Prozent mehr als der Börsenpreis festlegt.

...doch auf die Verarbeitung kommts an

Mit dem Einkauf allein ist es nicht getan. Nach ihrer Lieferung in die Schweiz werden die Kakaobohnen maschinell Vorgereinigt um danach mikrobiologisch antibakteriell gereinigt zu werden. «Wir debakterisieren die Bohnen, das heisst die Zellstrukturen bleiben intakt und wir haben keinen Aromaverlust», erklärt Christian Aschwanden. Der Röstprozess kann dank kleineren Kugelröstern individuell auf die Kakaobohnen abgestimmt werden. Doch was eine Spitzenschokolade erst ausmacht, ist die Conchierung, der Rührprozess. Während 72 Stunden wird die Schokoladenmasse gerührt, gerieben und belüftet. Die Felchlin Schokolade darf dann «Grand Cru» genannt werden.

 

www.felchlin.com

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