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Kopf der Woche

Viviana Buchmann, Geschäftsführerin Mobility Genossenschaft

Mobility ist das Schweizer Paradebeispiel für «shared economy». Das ist kein Zufall. Der Erfolg beruht auf einer hohen Innovationsfreude der Mitarbeitenden, passgenauen Angeboten und stetigen Nachhaltigkeitsbemühungen. Bei Viviana Buchmann rollen die Räder zusammen. Mit hoher Zugkraft setzt sie auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens.

Seit sieben Jahren leitet Viviana Buchmann die Mobility Genossenschaft mit Sitz in Luzern. Buchmann absolvierte einen Executive MBA an der Hochschule Luzern und arbeitete zuvor unter anderem im Business Development der Hapimag AG in Baar. Für Buchmann ist Mobility nicht nur ein Unternehmen, sondern auch eine Lebenseinstellung: «Die Idee der ‹shared economy›, also nicht alles besitzen zu müssen, was man nutzt, ist sehr faszinierend. Allein die Tatsache, dass schweizweit über 120’000 Kundinnen und Kunden auf Mobility vertrauen, beflügelt mich Tag für Tag.»

Erfolg dank hoher Innovationskraft

«Ein wichtiger Erfolgstreiber ist ein aktiv mitdenkendes Team», erklärt Buchmann. «Es ist mir ein grosses Anliegen, die Innovationsfreude unserer Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern. Alle Mitarbeitenden können in ihrer Funktion enorm viel zum Erfolg unseres Unternehmens beitragen.» Buchmann beschreibt ihren Führungsstil mit den drei F: Fordern, Fördern, Feedback geben. Der Erfolg gibt ihr recht. 2013 wurde Mobility mit dem GfM-Marketingpreis ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die Nachhaltigkeitsbemühungen, die Innovationskraft sowie die vielfältigen Angebote des Unternehmens. Für Buchmann liegt der Erfolg von Mobility auch in der einfachen und kostengünstigen Handhabung: «Mit Mobility bewegen sich unsere Kundinnen und Kunden bequem und spontan von Ort zu Ort, ohne sich um Parkplätze oder Versicherungen kümmern zu müssen. Unsere genossenschaftliche Rechtsform erlaubt es uns, langfristig und nachhaltig zu handeln.»

Vielversprechende Projekte in petto

Für Mobility sieht Buchmann eine vielversprechende Zukunft: «Unsere Kundenzahlen wachsen stetig. Wir schaffen es, passgenaue Angebote auf den Markt zu bringen, beispielsweise für Firmen, Studierende oder Lernfahrer.» Andererseits profitiere Mobility von der geografischen Kleinräumigkeit der Schweiz und ihrem bestens erschlossenen öffentlichen Verkehrsnetz: «Wer in einer Stadt lebt, kann sein Privatauto mit Mobility und ÖV lückenlos ersetzen.» Mit «Catch a Car» lanciert Mobility in Basel-Stadt das schweizweit erste stationsgebundene Carsharing-Angebot. Und das funktioniert gemäss Buchmann wie folgt: «Sie orten das Auto online, fahren von A nach B und stellen das Auto wieder in der blauen Zone ab. Sie bezahlen minutenweise.» Die Nachfrage nach diesem Konzept sei auch in anderen Städten vorhanden.

Über Mobility

Mobility entstand 1997 durch die Fusion der 1987 gegründeten Genossenschaften ATG AutoTeilet Genossenschaft und ShareCom. Zu den Gründern zählt Conrad Wagner aus Stans. Mobility Carsharing Schweiz stellt ihren 120’300 Kundinnen und Kunden 2’700 Fahrzeuge an 1’400 Standorten in der Schweiz in neun verschiedenen Fahrzeug-Kategorien rund um die Uhr zur Verfügung. Das Unternehmen Mobility Carsharing Schweiz beschäftigt zurzeit 186 Mitarbeitende, die sich 156 Vollzeitstellen teilen. (ph.)

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