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Kopf der Woche

Seppi Durrer, Frohsinnvater «Seppi X.» und Gastronom, Wolfenschiessen

Frohsinnvater, und damit Fasnachtsherrscher von Stans, wird man nicht einfach so. Bei Seppi Durrer aus Wolfenschiessen darf man durchaus von einer Art Berufung sprechen. Denn dass er es mit den Menschen gut kann, beweist er Tag für Tag als Gastronom. Und dies ist er ebenso mit Leib und Seele, wie er in diesen Tagen als Frohsinnvater den Takt der Nidwaldner Fasnacht angibt.

Seit 25 Jahren betreibt Seppi Durrer das über die Kantonsgrenzen hinaus bekannte Restaurant und Bar-Dancing «Happy Day» in Wolfenschiessen. Ein Lokal, das in der Innerschweiz seit mehreren Jahrzehnten Kultstatus geniesst. Gleich mehrere Generationen von jungen Luzernern haben seit Bestehen des legendären «Happy Day» ihre freien Wochenendabende in diesem Dancing verbracht. Und so wie das Tanzlokal zur Innerschweizer Clubszene gehört, gehört Seppi Durrer zum «Happy Day».

«Mister 100 Prozent»

Ein Vierteljahrhundert im gleichen Betrieb. Grund genug, dies zu feiern. Für viele müsste es bei einem solchen Firmenjubiläum ja nicht gleich das Amt des obersten Nidwaldner Fasnächtlers sein. Doch Seppi Durrer macht da keine halben Sachen und hat sich gesagt «Wenn schon, denn schon». Halbe Sachen, das war noch nie sein Ding. Sowohl als langjähriges Vorstandsmitglied von Gastro Nidwalden wie auch jetzt als Ortsdelegierter von Wolfenschiessen in diesem Gremium krempelt Seppi Durrer seine Ärmel hoch und setzt dabei mehr als die üblichen 100 Prozent ein. «Er ist ein Chrampfer», sagen seine Weggefährten über ihn, und dies trifft auch auf sein politisches Engagement zu. Vor sechs Jahren wählten ihn die Wolfenschiesser als Vertreter der FDP in den Nidwaldner Landrat. Er straft die gängige Meinung Lügen, in den ersten Jahren habe ein neuer Landrat mal zuzuhören und wenig bis gar nichts zu sagen. Seppi Durrer nahm auch da kein Blatt vor den Mund, und so ist er seit 2009 Chef der FDP-Landratsfraktion und gibt auch da Vollgas.

Gerne Frohsinnvater

52 Jahre alt ist Seppi Durrer, der als «Seppi X.» in die Annalen der Stanser Frohsinngesellschaft eingehen wird. Ein Amt, das er gerne ausübt. «Denn schliesslich gehört die Fasnacht zu meinem festen Jahresprogramm wie seit meinem Einstieg in die Politik die Fraktions- und Landratssitzungen.» Dass sein Terminkalender noch für einige Zeit randvoll ist, nimmt Seppi Durrer gerne in Kauf, freut sich aber bereits wieder auf ruhigere Tage nach der Fasnacht. «Und auf die Zeit, wo ich mich wieder mehr um meine Gäste im ‹Happy Day› kümmern kann.» Da ist er wieder, der Gastronom. Ein Beruf, den Seppi Durrer mit Leib und Seele und sehr viel Herzblut ausübt. «Was dann bleiben wird, ist die Erinnerung an eine schöne und unvergessliche Fasnacht 2012.»

www.happyday.ch

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