AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Kopf der Woche

Marius Risi

Obwalden. Marius Risi wird neuer Leiter des Amtes für Kultur und Sport des Kantons Obwalden. Der 45-Jährige Volkskundler gibt damit die Leitung des Instituts für Kulturforschung des Kantons Graubünden ab und wird in Obwalden Nachfolger von Christian Sidler. Der in Engelberg wohnhafte Risi kennt die Gepflogenheiten von Obwalden und Nidwalden aus früheren Tätigkeiten bestens.

Für Marius Risi ist die Wahl zum neuen Leiter vom Amt für Kultur und Sport des Kantons Obwalden so etwas wie eine Heimkehr. Denn die Wurzeln des 45-Jährigen sind fest mit der Zentralschweiz verbunden. In Zug aufgewachsen, lebt Marius Risi heute mit seiner Familie in Engelberg. Mit seiner neuen Aufgabe fällt nun auch das Pendeln weg, auch wenn ihm die Arbeit an seinem bisherigen Arbeitsort in Chur gefällt. Im Bündner Kantonshauptort arbeitet er seit 2006 am Institut für Kulturforschung. Im Jahr 2009 übernahm er die Leitung dieser geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitution.

Volkskundler

Marius Risi absolvierte das Studium der Volkskunde, Allgemeinen Geschichte und Deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Basel und der Humboldt-Universität in Berlin. Nebst diversen Lehraufträgen am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel und am Institut für Volkskunde der Universität Hamburg promovierte der Engelberger 2009 in Europäischer Ethnologie/Volkskunde an der Universität Basel. Seine Dissertation befasste sich mit dem kulturellen Wandel im Oberwallis. Marius Risi ist heute Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde in Basel und Vorstandsmitglied der Interacademic Commission für Alpine Research mit Sitz in Bern.

Projekte in Ob- und Nidwalden

Für Dr. phil. Marius Risi ist die Kulturszene in Obwalden und Nidwalden keine Unbekannte. Durch die Leitung und Mitarbeit an verschiedenen Kulturprojekten kennt Marius Risi das Obwaldner und Zentralschweizer Kulturleben sehr gut. 2007 war er Kurator der Museumsgestaltungen «Zeichen zeigen: Glauben in der Innerschweiz» und «Berg und Beten gegen den Krieg: Militär und Alltag in Fürigen vor 70 Jahren» im Nidwaldner Museum. Von 2011 – 2012 war Marius Risi zudem Projektleiter «Lebendige Traditionen in der Zentralschweiz» im Rahmen der Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz. Der neue Leiter vom Amt für Kultur und Sport des Kantons Obwalden ist zudem ein Vielschreiber. Ist doch die Liste der von ihm verfassten Monografien und Aufsätze lang. Auch hat er zwei Filme realisiert. So befasste er sich im Jahre 2010 mit der Talschaft Ursern am Gotthard und vier Jahre zuvor realisierte Marius Risi einen ethnografischen Film über die Oberwalliser Lebenswelten. In seiner neuen Aufgabe wird sich Marius Risi ab dem 1. Mai 2017 aber auch mit der Sparte Sport auseinandersetzen müssen. (bc.)

www.ow.ch

zurück zur Übersicht