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Kopf der Woche

Marcel Willi

Wie er die aufgeplatzten Maiskörner veredelt, verrät er nicht. Aber das Resultat verblüfft die Fachwelt. Innerhalb von vier Jahren hat Marcel Willi mit seinem Premium-Produkt Maya Popcorn die Regale von Tankstellenshops und gar der Grossverteiler im Sturm erobert. Hergestellt werden seine zu hundert Prozent reinen Naturprodukte in einer alten Käserei im luzernischen Ettiswil, abgepackt in der Behindertenwerkstatt Brändi in Willisau. Marcel Willi setzt in jeder Beziehung auf Nachhaltigkeit und Innovation. Sein Ziel: In den nächsten zwei bis drei Jahren will er mit Maya Popcorn Marktführer im Popcorn-Markt Schweiz werden.

Vor vier Jahren kaufte Marcel Willi zusammen mit seinem Geschäftspartner Christoph Buholzer Teile eines alten amerikanischen Original-Maschinenparks zur Herstellung von Popcorn. Der bisherige Besitzer hatte mit seinen Produkten in erster Linie Kinos beliefert. Marcel Willi wollte mehr. Er tüftelte an neuen Geschmacksrichtungen, veränderte die Produktion und liess ganze Maschinen nach seinen Plänen neu bauen. Heute bietet er Popcorn an mit Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Banane oder Orange, aber auch Paprika, Provençale oder Mexican, sowie die Klassiker Sugar, Choco, Caramel und Salz. Das Besondere daran: Alle diese Produkte werden auf rein natürlicher Basis hergestellt.

Hundert Prozent Natur

«Gemäss unseren Recherchen sind wir der einzige Popcorn-Hersteller in Europa, der mit Frucht- und Gewürzaromen ohne jegliche synthetische Geschmacks- oder Farbstoffe arbeitet», erklärt Marcel Willi. «Unsere Aromen stammen zu hundert Prozent aus natürlichen Fruchtkonzentraten, die Farben auf natürlicher Basis von Früchten und Gemüse. Auch die Gewürze sind ohne Glutamate. Wir verwenden gentechfreien Mais aus Frankreich, statt Fette verwenden wir hochwertiges Sonnenblumenöl, und unser Popcorn wird nicht gesprayt, sondern ummantelt.»

Teure Rohstoffe und eine aufwändige Produktion: Wie kann man da im Markt überhaupt Fuss fassen und sich behaupten? «Weil wir ein Premium-Produkt herstellen und keine Massenware», sagt Marcel Willi. «Die Tüte für 90 Rappen interessiert uns nicht.» Er macht dazu einen Vergleich: «Gewöhnliches Popcorn und Maya Popcorn sind wie Schokolade und Pralinen. Für Pralinen bezahlt man gerne einen etwas höheren Preis.» Marcel Willi ist überzeugt, dass der Popcorn-Markt noch wachsen wird. «Wenn die Konsumentinnen und Konsumenten einmal realisiert haben, dass man zum Apéro nicht nur Chips und Salzstängeli knabbern kann, sondern auch Popcorn mit einer Vielzahl an Geschmacksrichtungen, und wenn sie dann noch wissen, dass Popcorn fast keine Kalorien hat, wird sich die Popcorn-Kultur in der Schweiz verändern.»

Erfahrung in der Lebensmittelbranche

Wer den Detailhandel kennt, ist erstaunt, wie es der jungen Marke gelungen ist, innert so kurzer Zeit in den Regalen zu landen. Da habe er von seiner Erfahrung und einem guten Netzwerk profitiert, gibt Marcel Willi zu. Während rund 20 Jahren war er für einen internationalen Nahrungsmittelhersteller tätig, zuletzt als «National Sales Manager». Dort habe er zu vielen Entscheidungsträgern im Detailhandel ein Vertrauensverhältnis aufbauen können, das ihm bei der Vermarktung von Maya Popcorn sicher geholfen habe.

Maya Popcorn erobert den Markt

Rund zehn Personen arbeiten heute für die Maya Popcorn AG. Dazu kommen weitere 15 bis 20 Personen in der Behindertenwerkstätte Brändi in Willisau. Dort wird das Popcorn ein letztes Mal gesiebt und in Dosen abgepackt. Auch die Verpackung sei eine Innovation aus dem Hause Maya Popcorn, erklärt Geschäftsführer Marcel Willi. Kaufen kann man das Premium-Produkt aus dem Luzerner Hinterland heute in fast allen Tankstellenshops der Schweiz, aber auch bei Coop, Manor oder Denner, auf www.leshop.ch und www.coopathome.ch und natürlich auch in Kinos, Freizeitanlagen oder Schwimmbädern. Ein erster Schritt ins Ausland ist ebenfalls gemacht: Die Hiebers-Märkte in Deutschland führen Maya Popcorn neu im Sortiment.

www.maya-popcorn.ch

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