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Kopf der Woche

Josef Zimmermann, Geschäftsleiter TraRec AG, Alpnach

Für den Buochser Josef Zimmermann ist Abfall nicht gleich Abfall. Er kennt wie kein Zweiter, was für wertvolle Rohstoffe im Abfall stecken. Der Geschäftsführer der TraRec AG in Alpnach ist Recycling-Spezialist und gibt sein grosses Wissen gerne an junge Menschen weiter, die bei der TraRec AG die Ausbildung zum Recyclisten oder zur Recyclistin absolvieren.

Spricht Josef Zimmermann von Recycling oder Abfall, kommt der Buochser so richtig in Fahrt. Er kennt all das, was heute so alles im Abfall landet und er ist mehr denn je fasziniert davon, Abfall in wertvolle Rohstoffe zu verwandeln. Josef Zimmermann ist heute Geschäftsleiter der Firma TraRec AG in Alpnach. Eines Unternehmens, das seit der Übernahme des traditionsreichen Transportunternehmen Dillier AG vor einem Jahr gemeinsam mit dem ehemaligen Recycling-Center Walther AG unter einem Dach als 100-prozentige Tochter der Zimgroup Holding AG mit Sitz in Buochs selbständig am Markt operiert. «Mit dem Betrieb in Alpnach können wir unseren Kunden noch bessere Dienstleistungen anbieten», begründet Zimgroup-Geschäftsleiter und Inhaber Reto Zimmermann die strategischen Überlegungen zum Ausbau des Unternehmens. TraRec, das ist ein Wortspiel aus Transport und Recycling. Eine Kombination, die gemäss Reto Zimmermann Sinn macht und sich seit der Zusammenlegung der beiden Geschäftsfelder Transport und Recycling bewährt hat.

Recycling-Pionier aus Nidwalden

Otto Zimmermann, der Vater von Reto Zimmermann, hatte als Inhaber der damaligen Zimmermann Transport AG ein gutes Gespür, als er 1995 unmittelbar an der Grenze zwischen Stans und Buochs ein Recycling-Center eröffnete. Abfall zu trennen und fachgerecht zu entsorgen war damals zwar bekannt, aber noch lange nicht im Bewusstsein der breiten Bevölkerung angekommen. Heute gehören zu der in Buochs beheimateten Zimgroup Holding AG zwei weitere Recycling-Center in Altdorf und in Alpnach und das Nidwaldner Unternehmen darf sich in Sachen Recycling und Entsorgung zu den Pionieren in der Zentralschweiz zählen.

Den Kreislauf schliessen

Die Abfallberge werden in der heutigen Wegwerfgesellschaft nicht kleiner. Umso wichtiger ist es für Josef Zimmermann, «dass die verschiedenen Materialien verarbeitet und weitergeleitet werden, um so den Kreislauf wieder zu schliessen». So unter anderem Pneus, die entweder in einem Zementwerk CO2-neutral verwertet oder gleich vor Ort bei der TraRec AG geschreddert werden. Das daraus entstehende Granulat wird später für die Produktion von Kunstrasen verwendet. Egal, ob Holz, Aluminium oder unterschiedliche Metalle – bei der TraRec AG wird alles fein säuberlich aussortiert und für den Abtransport in einem der firmeneigenen Lastwagen bereitgestellt. Womit sich auch bei dem noch jungen Unternehmen der Kreis wieder schliesst.

Lehrlinge ausbilden

Abfall in wertvolle Rohstoffe zu verwandeln, ist längst zur Berufung von Josef Zimmermann geworden. Und damit scheint er auch seine Mitarbeitenden angesteckt zu haben. Sein Wissen gibt Josef Zimmermann gerne weiter. Vier junge Menschen wurden schon zum Recyclisten, zur Recyclistin ausgebildet. Dies ist ein noch relativ junger Beruf. Während der drei Jahre dauernden Ausbildung lernen die angehenden Recyclisten die verschiedenen Materialien kennen, die sich zur Wiederverwertung eignen. «Recyclisten haben sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt», ist Josef Zimmermann überzeugt. Nebst dem Einsatz in Recycling- und Entsorgungsbetrieben wie der TraRec AG kommen sie auch in Entsorgungsstellen von Gemeinden zum Einsatz. Sie bringen zudem ein grosses Fachwissen für den Einsatz in Cleantech-Berufen mit. (bc.)

www.trarec.ch

www.zimgroup.ch

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