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Kopf der Woche

Bruno Hollenweger

Er sorgt dafür, dass die Region Zentralschweiz ebenso fernsieht, wie sie im Bild ist, selber hält er sich vor der Kameralinse aber zurück: Bruno Hollenweger (48), Geschäftsführer von Tele 1, dem neuen Zentralschweizer Fernsehen. Mit Erfolg hat er die Vorgängerstation Tele Tell als eine der führenden TV-Privatanstalten positioniert. Mit Tele 1 gibt er noch einen drauf, managt er doch ein Unternehmen, das zu den modernsten seines Genres zählt.

Es gibt für einen Medienmanager wohl nichts Spannenderes, als eine derart vielfältige Region wie die Zentralschweiz ins Bild zu setzen. Bruno Hollenweger tut dies bereits seit sieben Jahren ? als Geschäftsleiter des Privatsenders Tele Tell, welcher zum Verlag des Aargauers Peter Wanner gehörte. Seit 1. Februar managt Bruno Hollenweger Tele 1, das Zentralschweizer Fernsehen, das zu den LZ Medien und damit zur NZZ-Gruppe gehört. Tele Tell ist das Gesellenstück des in Buochs wohnhaften Verlagsmanagers. Es ist ihm gelungen, das Zentralschweizer Fernsehen massiv zu professionalisieren und entsprechend in einem äusserst heterogenen Markt zu positionieren. Die Zentralschweizerinnen und Zentralschweizer haben es ihm verdankt ? mit steigenden Zuschauerquoten. Die Zuwachsrate betrug bisweilen über 320 Prozent, wie das Fachorgan «Media Trend Journal» frohlockte. In Zahlen heisst das: Täglich haben 160 000 Zuschauer im Einzugsgebiet der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Zug, Schwyz und Uri Tele Tell eingeschaltet. Bei einer Bevölkerung von über 800 000 ist das jeder 5. Einwohner. Das hat dazu geführt, dass sich Tele Tell von Platz sechs auf Platz drei der führenden Stationen hangeln konnte ? hinter Tele M1 (Aargau) und Tele Züri.
Ein solcher Podestplatz setzt voraus, dass der Wettkämpfer zäh, ausdauernd und kompetent ist. Denn es ist ja sattsam bekannt, dass die Zentralschweizer zur Spezies Mensch zählen, die vorerst einmal abwartet, schaut, prüft und erst dann handelt. Hollenwegers Erfolgsfaktoren sind Nähe, Tiefe und die Gabe, ebendiese Vielfältigkeit einem Spiegel gleich per Bildschirm in die gute Stube zu liefern. Mit seinem cleveren Konzept «Aus der Region, für die Region» belegt er, dass die Nähe zum Markt und damit zu den Konsumenten entscheidend ist.
Seit Monaten bereitet sich Bruno Hollenweger mit seinem Team auf den 1. Februar 2010 vor. Millimetergenaues Schaffen ist da ebenso zwingend wie eine glückliche Hand beim Personal. Mit dem Engagement des TV-Profis Oliver Kuhn gibt Hollenweger den Tarif durch ? vorbehaltlose Qualität heisst die Losung. Tele 1, das Zentralschweizer Fernsehen, hat mit seinen 52 Mitarbeitenden den Anspruch, das beste Privatfernsehen der Schweiz zu werden. Die LZ Medien AG lässt sich das was kosten: Rund 9 Millionen Franken wurden investiert ? 5 Millionen in die technische Infrastruktur und 4 Millionen in den Bau. Das neue Studio ist das modernste seiner Art in der Schweiz. Das Budget beträgt acht Millionen Franken. 2,3 Millionen sind über Gebühren gesichert. Der Rest muss auf dem Werbemarkt erwirtschaftet werden.
Bruno Hollenweger hat sich nach einer kaufmännischen Ausbildung auf die Verlagsbranche ausgerichtet. Neben einer umfassenden praktischen Tätigkeit ? unter anderem bei der Publicitas in Luzern, der Poubligruppe in Zürich und als Leiter Key Account Management bei der Neuen Luzerner Zeitung ? hat er sich permanent weitergebildet. Er ist eidgenössisch diplomierter Marketingplaner und eidgenössisch diplomierter Verlagsmanager. Das Rüstzeug dazu holte er sich an der Kaderschmiede SAWI in Biel.

www.tele1.ch

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