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Tiefe Schuldnerquote in der Zentralschweiz

In der Schweiz sind die Betreibungshandlungen im 2018 wieder gestiegen. Auch die Schuldnerquote hat zugenommen. Alles Indikatoren für eine sinkende Zahlungsmoral. Die Quote weist dabei grosse Unterschiede zwischen Stadt und Land und zwischen Kantonen auf. So ist sie in der Zentralschweiz tief, während sie in der Westschweiz hoch ist.

Die Schulden der Schweizer Privatperson sind angestiegen, das besagt die Schuldnerquote der CRIF AG, wie der Online-Dienst von moneyhouse.ch in seiner neusten Ausgabe schreibt. Die Anzahl der Schuldner ist nämlich von 517’962 im Jahr 2018 auf 522’486 gewachsen. Die regionalen Unterschiede sind jedoch beträchtlich. In den Kantonen Genf und Neuenburg etwa beträgt die Schuldnerquote hohe 10 Prozent, im Kanton Basel Stadt 8,2 Prozent. Anders präsentiert sich das Bild in den Zentralschweizer Kantonen. Die Quoten:

Luzern: 4,8 Prozent
Obwalden: 2,9 Prozent
Nidwalden: 3 Prozent
Uri: 2,8 Prozent
Schwyz: 3,8 Prozent
Zug: 2,9 Prozent

Auch die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen eine ähnliche Entwicklung. So ist die Anzahl der Zahlungsbefehle zwischen 2017 und 2018 um rund 1,3 Prozent gewachsen. Auch hier gibt es regionale Unterschiede. In 10 Kantonen hat sich die Lage verbessert. Am besten entwickelte sich der Kanton Tessin mit 10% Prozent weniger Zahlungsbefehlen als im Vorjahr. In 15 Kantonen ist die Anzahl gestiegen, allen voran im Kanton Obwalden mit 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur im Appenzell (AI) gab es 2018 gleich viele Zahlungsbefehle wie noch im 2017.

Die Schuldnerquote und die Betreibungshandlungen sind Indikatoren für eine sinkende Zahlungsmoral. Damit steigt das Risiko, dass Rechnungen zu spät oder nicht vollständig bezahlt werden. Besonders für kleine Unternehmen kann das schwerwiegende Folgen haben. Bleibt eine Rechnung für einen grösseren Auftrag offen, findet sich das Unternehmen bald selbst in einer finanziellen Notlage wieder. «Es macht deshalb besonders vor grossen Aufträgen oder bei Neukunden Sinn, eine Bonitätsprüfung durchzuführen», schreibt moneyhouse.ch in seinem Newsletter.

ratgeber.moneyhouse.ch

www.crif.ch

 

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