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Fokus

Messe Luzern ein Erfolgsmodell

Die Messe Luzern ist erfolgreich unterwegs. Sie ist das Gegenmodell zu Plattformen, die aufgeben mussten – etwa die Muba, die Züspa oder die «Cantonale» in Fribourg. Das Rezept basiert auf Besucher- und Kundennähe, Events, Authentizität und vor allem auf steter technologischer Weiterentwicklung – die kluge Nutzung des Internets inklusive.

43 Mitarbeitende, 90 Veranstaltungen, 2702 Aussteller, 363 790 Besucherinnen und Besucher und ein Umsatz von 16 119 000 Franken sind starke Kennziffern, die den Erfolg des Luzerner Messemodells belegen. Die Zahlen sind dem Geschäftsbericht 2017/2018 zu entnehmen – Tendenz steigend. Im Gesamten belaufen sich die direkten Ausgaben der Aussteller und Besucherinnen und Besucher aller Messen auf 110 Millionen Franken (Erhebung 2015). Die Gesamtwertschöpfung, das heisst die indirekten Effekte dazugezählt, beträgt gar rund 160 Millionen Franken («ROI Online» 2018).

Zugpferd Luga

Die Messe Luzern AG als Veranstalterin kann ein stattliches Portefeuille an Eigenmessen wie auch an Gastmessen im Publikums- und Fachbereich vorweisen. Spitzenreiterin bei den Eigenmessen ist die Luga. Sie feiert 2019 ihr 40-Jahr-Jubiläum (26. April bis 5. Mai). Sie ist die eigentliche Primadonna der Messefamilie auf der Luzerner Allmend. Sie belegt eindrücklich den Gemeinsinn der Region Zentralschweiz. Sie ist die Brücke, das Bindeglied zwischen den sechs Kantonen einer aufstrebenden Region – eigentlich ein stattliches, analoges «Facebook» zum Greifen mit 115 000 Freunden. Weitere Eigenprodukte der Messe Luzern AG sind unter anderem die Swiss Handicap, die Suisse Tier, die Appli Tech, die Swiss Med Tech Expo, die AM Expo, die Bildungsmesse Zebi sowie die Swissplastics.

Gastmessen und Events – beliebte Treffpunkte

Auch die Gastmessen geraten der Messe Luzern AG zum Erfolg. Zu nennen sind die Internationale Forstmesse, Bauen + Wohnen Luzern, Baby World und Hochzeitsmesse Luzern oder die Schweizer Waffen- und Sammlerbörse. Sehr gut entwickelt hat sich auch die Messe Zukunft Alter. Mit über 10 000 Besucherinnen und Besuchern und 150 Ausstellern 2018 belegt die 4. Auflage dieser Gastmesse die gute Nase der Organisatoren. Da wurde ein Trend erspürt, der sich über Jahre halten wird, wenn man an die Babyboomer denkt, die zahlungskräftig zur Wertschöpfung beitragen. Zum Gedeihen des Messeplatzes Luzern tragen auch Veranstaltungen bei, welche die Infrastruktur der Messe Luzern als Plattform zu nutzen wissen. Darunter die Luzerner Kantonalbank mit ihrer Generalversammlung, die Milchverarbeiterin Emmi (GV und Mitarbeiteranlass), die AMAG-Partnertage, die SBB-Kaderkonferenz oder die SUVA mit ihrem 100-Jahr-Jubiläum, um einige Beispiele zu nennen.

Kreativ in die Zukunft

Die einzige Konstante ist die Veränderung. Das trifft auch auf die Messe Luzern AG zu. Die Devise ist also klar. Die Messen müssen laufend weiterentwickelt werden. Verschiedene Konzepte sind entwickelt worden und werden laufend umgesetzt. Die Leitidee heisst «Analog und Digital optimal kombiniert». Im Kern geht es darum, im Rahmen des Gesamtkonzepts «Industry+» ein erfolgreiches B2B-Marketing zu führen, das den Unternehmen hilft, effizient neue Kunden zu finden – analog und digital. Für die Aussteller wird das «Storytelling» zum Mehrwert. Allein, auch die analoge Welt erfährt auf der Luzerner Allmend eine Frischzellenkur. Dazu Markus Lauber, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Messe Luzern AG: «Gerade im heutigen, digitalen Zeitalter ist das persönliche Treffen wichtiger denn je. Die persönliche Interaktion spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Mit unserem neuen Messekonzept unterstützen wir unsere Aussteller und Besuchenden dahingehend, dass dieses persönliche Zusammentreffen an unseren Messen effizient und zielführend passiert.»

Sagt es und verweist bei dieser Gelegenheit auf ein Konzept, das mächtig in die Zukunft greift: «Zusammen mit dem ETH-Spin-off ˂Additively˃ haben wir Online-Treffpunkte entwickelt, die unsere Messe in die digitale Welt erweitern. Damit können wir unsere Besuchenden und Aussteller auch in der Zeit zwischen den Messen vernetzen und ihnen einen Mehrwert bieten.» (jo.)

www.messeluzern.ch

www.messe-zukunft-alter.ch

www.messeluzern.ch/de/messen/messekonzept

www.additively.com

 

 

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