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Joseph Hofstetter, Direktor der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Nottwil

Joseph Hofstetter, seit Ende Mai 2012 Direktor der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, arbeitet bereits seit zwölf Jahren für die Schweizer Paraplegiker-Gruppe. In seiner neuen Funktion will er unter anderem die Wahrnehmung in der Westschweiz verbessern und die Gönnerbasis im ganzen Land ausbauen.

«Ein Leben lang.» Dieser Slogan steht unter den Sujets der aktuellen, nationalen Werbekampagne der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS). Diese zeigt eine auffällige Rücken-Tätowierung. «Ein Leben lang» gilt primär für die körperlichen, seelischen und finanziellen Herausforderungen von Querschnittgelähmten. «Der Slogan steht aber auch für die Begleitung von Betroffenen durch die Schweizer Paraplegiker-Stiftung in medizinischen, beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Belangen», sagt Joseph Hofstetter, Direktor der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Der 51-jährige Jurist trat sein Amt Ende Mai 2012 an. Angefangen hatte Joseph Hofstetter vor zwölf Jahren als Rechtskonsulent der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) und des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ). Seit 2010 amtete er als Generalsekretär und Leiter Rechtsdienst der SPS. «Während diesen zwölf Jahren erhielt ich Einblick in verschiedene Bereiche dieses einmaligen Leistungsnetzes. Das ‹Nottu-Feuer› hat mich immer mehr gepackt. Für eines der grössten gemeinnützigen Werke unseres Landes zu arbeiten und mich damit für das Wohl der Querschnittgelähmten einzusetzen, ist eine höchst befriedigende Aufgabe», erklärt Joseph Hofstetter.

Netzwerk zum Wohl der Querschnittgelähmten

Die Hauptaufgaben als SPS-Direktor umfassen die Geschäftsführung der Stiftung, die Führung der ihr zugewiesenen Supportbereiche, die Koordination der Zusammenarbeit zwischen Stiftung, Tochter- und Partnergesellschaften sowie die Leitung der Direktorenkonferenz. «Zudem vertrete ich zusammen mit dem Präsidenten die Interessen der Stiftung nach aussen», betont Joseph Hofstetter. Zu seinen Zielen meint er, dass ihm vor allem der Zusammenhalt der Gruppe wichtig sei, denn nur so könne das Netzwerk zum Wohl der Querschnittgelähmten weiterentwickelt werden. Auch müsse die Stiftung in der Westschweiz besser wahrgenommen werden. «Wir wollen des Weiteren die Gönnerbasis im ganzen Land ausbauen, damit die lebenslange Begleitung der Querschnittgelähmten auf hohem Niveau gesichert ist», erläutert Joseph Hofstetter.

Rasche und unbürokratische Soforthilfe

Die SPS wurde 1975 von Guido A. Zäch gegründet. Sie ist heute das europaweit einzigartige, umfassende Netzwerk für Querschnittgelähmte in der Schweiz. «Wir bieten den Betroffenen lückenlose Dienstleistungen, von der Unfallstelle über die medizinische Versorgung, Rehabilitation bis zur lebenslangen Begleitung und Beratung an», legt Joseph Hofstetter dar. Rund 1,5 Millionen Mitglieder zählt die Gönnervereinigung. «Einmalig ist auch die Tatsache, dass man als Gönnermitglied 200‘000 Franken rasch und unbürokratisch Soforthilfe bei einer unfallbedingten Querschnittlähmung mit permanenter Rollstuhlabhängigkeit erhält», so Joseph Hofstetter.

Der konsolidierte Ertrag aller zur gemeinnützigen Schweizer Paraplegiker-Gruppe zugeordneten Organisationen betrug 2011 rund 203 Millionen Franken. Der Ertragsüberschuss der Gruppe belief sich auf 300‘000 Franken.

Über 1300 Mitarbeitende arbeiten bei der Schweizer Paraplegiker-Gruppe. Davon stammen 70 Prozent aus der Zentralschweiz.

www.paraplegie.ch

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