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Wie Arbeitgeber Steuern sparen

Arbeitgeberbeitragsreserven sind freiwillige Vorauszahlungen des Arbeitgebers an die Vorsorgeeinrichtung der 2. Säule. Sie dienen der Deckung künftiger Arbeitgeberverpflichtungen. Sie sind aber auch steuerlich interessant. Peter Fries, Vorsitzender der Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse, erklärt, warum das so ist. (Bild).

«Bei den Arbeitgeberbeitragsreserven handelt es sich um freiwillige Einzahlungen der Arbeitgeberin, die zum Ziel haben, deren Verpflichtungen gegenüber der Pensionskasse jederzeit sicherzustellen», führt Peter Fries, Vorsitzender der Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse Luzern aus. Die Arbeitgeberbeitragsreserven ermöglichen es dem Unternehmen, in wirtschaftlich guten Zeiten wertvolle Mittel zu äufnen. In schlechteren Perioden, oder wenn Kapital für grössere Investitionen benötigt wird, können die Arbeitgeberbeitragsreserven für die Finanzierung der Arbeitgeberbeiträge eingesetzt werden. Das hat zur Folge, dass das Unternehmen über mehr flüssige Mittel verfügt, um so anderweitigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Steuern optimieren

Bei der Steuerplanung des Unternehmens kommt den Arbeitgeberbeitragsreserven zunehmend eine bedeutende Rolle zu. «Denn die zum Voraus geleisteten Pensionskassenbeiträge können steuerlich vollumfänglich als Aufwand geltend gemacht werden - sie vermindern sowohl den steuerbaren Gewinn als auch das steuerbare Kapital», betont Peter Fries. Die Arbeitgeberbeitragsreserven dürfen bis maximal zum fünffachen Betrag der jährlichen BVG-Arbeitgeberbeiträge geäufnet werden. Die Zahlung an die Pensionskasse kann während des laufenden Jahres erfolgen, jedoch auch erst nachträglich, konkret bei der Erstellung des Jahresabschlusses. Je nach Steuerverwaltung werden Einzahlungen bis 30. Juni des Folgejahres anerkannt. Die Arbeitgeberbeitragsreserven eignen sich also bestens für die Glättung von Gewinnspitzen oder den Aufschub der Steuerlast. Sie sind auch Teil der stillen Reserven. Bei einer wesentlichen Nettoauflösung von stillen Reserven muss der entsprechende Betrag im Anhang offengelegt werden.

Einfaches Vorgehen

Unternehmen, die bei der PKG Pensionskasse versichert sind, können ein Arbeitgeberbeitragsreserve-Konto im Sinne von Art. 331 Abs. 3 OR eröffnen. Die geleisteten Arbeitgeberbeitragsreserven werden durch die PKG Pensionskasse verwaltet. Die Reserven werden jedoch aus der freien Verfügungsbefugnis des versicherten Unternehmens ausgeschieden. Das Kapital ist zweckgebunden und kann nicht mehr zurückgefordert werden. Dafür kann es sukzessive für die Finanzierung der Arbeitgeberbeiträge eingesetzt werden, was ja auch das (unternehmerische) Ziel ist. Nach der ersten Überweisung an die PKG Pensionskasse wird ein entsprechendes Konto für die Arbeitgeberbeitragsreserven eröffnet. Angaben zur Verwendung der Arbeitgeberbeitragsreserven sind schriftlich an die PKG Pensionskasse zu richten.

Die PKG Pensionskasse

Die PKG Pensionskasse mit Sitz in Luzern ist eine Gemeinschaftsstiftung mit nationaler Ausrichtung. Sie entspricht den Bedürfnissen der KMU, die «lean» arbeiten wollen. So übernimmt sie alle Belange der zweiten Säule und sorgt für administrative Entlastung. «Unsere Dienstleistungen schonen Kräfte, welche die KMU für ihr Kerngeschäft einsetzen können», erklärt der Vorsitzende der Geschäftsleitung der PKG Pensionskasse Luzern, Peter Fries. Das Unternehmen zählt aktuell über 1'600 angeschlossene Unternehmen, 34‘800 Versicherte und 4'900 Rentner. Das Anlagevolumen beträgt 7,3 Milliarden Franken. Der Rentenumwandlungssatz liegt aktuell bei 6,0 Prozent.(jo.)

www.pkg.ch

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