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  • Milchschaum ist eine Philosophie. Thermoplan zelebriert sie. Bild: Thermoplan

Thermoplan optimiert Produktion

Thermoplan entwickelt und produziert Kaffeevollautomaten in höchster Schweizer Qualität für den professionellen Gebrauch in Gastronomie und Gewerbe. Das Unternehmen investiert viel in Forschung und Entwicklung.

Kann man eine nahezu perfekte Maschine noch besser machen? «Auf jeden Fall», sagt Adrian Steiner, CEO von Thermoplan, ohne Zögern. «Wir müssen permanent in die Optimierung unserer Produkte aber auch der Produktion investieren. Nur so können wir uns angesichts der hohen Produktionskosten des Werkplatzes Schweiz im internationalen Markt behaupten. Wir müssen günstiger produzieren als unsere Konkurrenz und eine Top-Qualität liefern, die einen leicht höheren Preis unserer Kaffeemaschinen rechtfertigt.» Dafür sorgen bei Thermoplan knapp 430 Mitarbeitende, über 100 davon sind Ingenieure, vorwiegend für Elektronik und Software-Entwicklung. Rund ein Viertel der Belegschaft ist in der Forschung und Entwicklung sowie im Qualitätsmanagement tätig.

Digitalisierung

Die Digitalisierung ist bereits vor vielen Jahren in den Werkhallen von Thermoplan angekommen. Mit den neuen digitalen Möglichkeiten lassen sich die Kundenbedürfnisse noch schneller und präziser erfüllen. Aber auch dem Unternehmen selbst bringt die Digitalisierung viele Vorteile: Kosteneinsparungen dank Automatisierung, Datengrundlage für Produkt-, Qualitäts- und Prozessoptimierungen, bessere Qualitätskontrolle, Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden und eine Basis für weitere Innovationen, Dienstleistungen und Produkte. Adrian Steiner erläutert diesen Fortschritt anhand zweier Zahlen: „Vor zehn Jahren dauerte die Montage eines Kaffeeautomaten 8 bis 9 Stunden, heute sind wir bei zweieinhalb Stunden angelangt.“ Diese Entwicklung soll weitergehen. Davon zeugt der Bau der neuen Werkhalle, die 2013 eröffnet wird (siehe Kasten).

Mit Weggis verbunden

Dank modernster Software ist jede Kaffeemaschine von Thermoplan mit dem Werk in Weggis verbunden. Es spielt keine Rolle, ob sie in New York oder in Peking steht. So kann Thermoplan in Echtzeit prüfen, ob bei einzelnen Maschinen auf der anderen Seite der Welt Wartungsbedarf besteht und wann genau Teile ausgewechselt werden müssen. Zudem können mit der Software über Nacht neue Rezepturen auf die Maschinen geladen werden. Ebenfalls möglich: Genaue Erfassung der jeweiligen Gerätezustände. Nutzt sich eine Komponente des Gerätes zum Beispiel schneller ab, registriert das die Firma in Weggis und kann reagieren. Die Digitalisierung macht es möglich und ist damit sowohl für Thermoplan, als auch für den Kunden von grossem Nutzen.

Konsumtrends erkennen

Die Digitalisierung hilft dem Unternehmen auch, schneller auf Kundenwünsche zu reagieren oder neue Konsumtrends optimal ins System aufzunehmen. Es gehört zu den Stärken von Thermoplan, solchen Trends quasi den Weg zu ebnen. Verlangen beispielweise immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten nach einem kalten Kaffeegetränk, ist Thermoplan in der Lage darauf rechtzeitig zu reagieren. Dasselbe gilt für die steigende Nachfrage nach Milchschaum im Kaffee. „Der nächste Trend zeichnet sich bereits ab“, sagt Adrian Steiner. „Immer mehr Kundinnen und Kunden akzeptieren keine Kuhmilch mehr, sondern wünschen Alternativen wie Hafer- oder Sojamilch. Sei dies aus ökologischen Motiven oder aufgrund einer Unverträglichkeit. Für uns bedeutet das, dass wir Überlegungen anstellen müssen, ob bei unseren Maschinen diesbezüglich Handlungsbedarf besteht. Wir wollen den besten Kaffeegenuss auch mit pflanzlicher Milch garantieren.“

Produktion verdoppeln

Thermoplan will weiterwachsen. Nach dem Bau der neuen Werkhalle soll die Zahl der Mitarbeitenden von derzeit rund 430 auf etwa 600 steigen. Die Produktion von heute jährlich etwa 25‘000 Kaffeeautomaten wird auf rund 50‘000 Maschinen verdoppelt. Dass für diese Mengen auch eine Nachfrage besteht, daran zweifelt in Weggis niemand. Adrian Steiner nennt dazu ein paar Zahlen: „In der Schweiz konsumiert eine Person etwa 1000 Tassen pro Jahr, in den USA sind es pro Kopf und Jahr etwa 500 Tassen, in Korea und Japan sind es etwa 150. In China liegt der Konsum bei vier Tassen pro Jahr. Das wird sich rasant ändern. Die Kaffeehauskette Starbucks beispielweise eröffnet in China alle 14 Stunden ein neues Lokal.“ Von diesem wachsenden Markt will sich Thermoplan mit ihrem Schweizer Qualitätslabel ein Stück sichern und damit ihre Position als weltweite Marktführerin behaupten. (pf.)

www.thermoplan.ch

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