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Unternehmen

sublimd GmbH

Hagendorn. Sublimd ist ein innovatives Unternehmen mit Sitz im Kanton Zug. Es entlastet mit seiner Software medizinisches Fachpersonal von administrativen Arbeiten. Drei junge Mediziner und ein Informatiker haben die Software entwickelt. Die Idee: Patientinnen und Patienten beantworten Routinefragen schon vor der Sprechstunde.

«Die Arbeit von Pflegefachpersonen und Ärzten hat sich in den letzten Jahren in vielen Bereichen zunehmend vom Patienten zum Computer verlagert. Dadurch hat sich die effektive Zeit am Patientenbett deutlich verkürzt. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig, wobei insbesondere die Anforderungen an die Dokumentation gestiegen sind», sagt Dr. med. Eric Kuhn, Mitgründer der Firma sublimd.

Das Grundprinzip der Digitalisierung basiert auf strukturierten Daten, welche insbesondere vom Fachpersonal erhoben werden. Dabei können nicht nur Ärzte, sondern auch Pflegende sowie die Patienten selbst Gesundheitsdaten erfassen und somit noch aktiver an der Behandlung teilnehmen. Aus den strukturierten Daten kann das System automatisch einen Bericht in natürlicher Sprache formulieren. Mit zusätzlichen Modulen zur Entscheidungsunterstützung lassen sich zudem die Sicherheit und die Behandlungsqualität erhöhen.

Notfallstation

Die Umsetzung lässt sich anschaulich am Beispiel einer Notfallstation aufzeigen. Patienten, die sich selbstständig auf dem Notfall vorstellen, werden zuerst von einer Pflegefachperson triagiert. Diese Triage erfolgt direkt im Anschluss an die administrative Aufnahme. Die Pflegefachperson entscheidet anhand von international definierten Kriterien, wie dringlich die weitere Diagnostik und Behandlung zu erfolgen hat. Bei der Befragung stehen dabei die Eruierung des Hauptsymptomes sowie der Vitalparameter (z. B. Blutdruck, Puls und Temperatur) im Vordergrund. Bis anhin wurden diese Informationen auf Papier festgehalten und die Pflegefachperson musste sich bei der Erhebung der Anamnese auf die eigenen Erfahrungen stützen.

Welches sind die relevanten Fragen bei akuter Atemnot? Muss dieser Bauchschmerz sofort ärztlich beurteilt werden oder bleibt noch Zeit? Zudem sind alle erhobenen Informationen nicht sofort für das ganze Behandlungsteam auf der Notfallstation ersichtlich und Fehlentscheidungen können erst viel später erkannt werden. Ebenfalls werden Fragen im Verlauf auf der Notfallstation von der Pflege und den Ärzten erneut gefragt, da der Zugriff auf die Informationen auf Papier umständlich ist.

Unterstützung für Pflegefachpersonen

Mit der innovativen Technologie von sublimd wird die Pflegefachperson bereits bei der Triage unterstützt und alle Informationen werden direkt digital erfasst. Dieses Vorgehen bringt mehrere Vorteile mit sich. Die Pflegefachperson wird bei der Erhebung der Anamnese durch das System geführt und sieht in Echtzeit, welche Fragen beim ausgewählten Hauptsymptom relevant sind. Dadurch kann die Qualität der Triage und letztlich der ganzen Behandlung gesteigert werden. Es entfällt zudem der Weg über das Blatt Papier und alle Daten können direkt von dem Notfallteam eingesehen werden.

Zusätzlich liefert das System Warnmeldungen bei Risikokonstellationen und formuliert automatisch einen Bericht in natürlicher Sprache für die Ärzte. Dadurch entfällt ein signifikanter Teil der Dokumentationsarbeit und es steht wieder mehr Zeit für die Patientenbetreuung zur Verfügung. Besteht kein akuter Interventionsbedarf, kann der Patient die Wartezeit sinnvoll nutzen, indem er an einem Tablet weitere Informationen zu seinem Gesundheitszustand ergänzt.

sublimd.com

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