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Stiftung La Capriola, Luzern

Jugendliche mit einem Handicap in die Arbeitswelt und Gesellschaft einzugliedern, ist die Aufgabe der Stiftung La Capriola in Luzern. Das Dreisäulenkonzept basiert auf der Förderung und Unterstützung in den Bereichen Ausbildung, Wohnen/Freizeit und Nachbetreuung. In Luzern dienen die renommierten Stadthotels Schweizerhof und Continental-Park als Lehrbetriebe für die Ausbildung von zwölf Lernenden.

Die Integration von Menschen mit einem Handicap – dieses Ziel hat sich die Stiftung La Capriola in Luzern und Davos auf die Fahne geschrieben. Jugendliche mit einer leichten geistigen, körperlichen oder Sinnesbehinderung erhalten dank «La Capriola» die Chance, sich in der Hotellerie und Gastronomie zu qualifizierten Berufsleuten auszubilden. «Diese Ausbildung soll ihnen eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und ein selbständiges Leben in der Gesellschaft ermöglichen», sagt Geschäftsleiterin Marlis Saladino. «La Capriola» feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen, das Ausbildungszentrum in Luzern besteht jedoch erst seit Juli 2011. «‹La Capriola› wählte Luzern als Standort eines zweiten Ausbildungszentrums, weil Davos die zunehmende Nachfrage nach Lehrstellen nicht mehr abdecken konnte. Kam hinzu, dass die Zentralschweizer Kantone überdurchschnittlich viel nach Ausbildungsplätzen nachfragten. Zudem bietet Luzern als Tourismusort die nötigen Rahmenbedingungen», legt Marlis Saladino dar. In Luzern kümmern sich insgesamt acht Mitarbeitende um zwölf Lernende. «Kriterien für die Aufnahme der Jugendlichen sind eine abgeschlossene obligatorische Schulbildung, ein gewisses Mass an persönlicher Reife und Stabilität, eine Eignungsabklärung im Rahmen einer Schnupperwoche und die Verfügung einer Behörde, beispielsweise eine Abklärung durch die IV-Stelle», erklärt Marlis Saladino.

Dreisäulenkonzept

Das Konzept von «La Capriola» besteht aus den Säulen Ausbildung, Wohnen/Freizeit und Nachbetreuung/Integration. «Die Stiftung trennt ganz bewusst den Bereich Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt von der sozialpädagogischen Förderung der Jugendlichen im Bereich Wohnen/Freizeit. Sie schafft somit eine realitätsnahe Integrationsvorbereitung», betont Marlis Saladino. Die erste Säule, die Ausbildung der Lernenden, erfolgt in Luzern in den Hotels Schweizerhof und Continental-Park. Diese renommierten Hotels konnten dank persönlicher Kontakte als Lehrbetriebe gewonnen werden. «Dort können die Jugendlichen in den Feldern Küche, Service, Housekeeping und Réception ihre praktischen Fähigkeiten schulen. Sie erlangen so ihren individuellen Eignungen entsprechend eine berufliche Qualifikation – sei dies mit einer IV-Anlehre, einer praktischen Ausbildung nach INSOS, einer Grundbildung mit Attest (EBA) oder mit Fähigkeitszeugnis (EFZ).
«Die zweite Säule bildet eine externe Wohngemeinschaft. Dort werden die Lernenden individuell gefördert. Die dritte Säule befasst sich mit der Nachbetreuung und Integration: Im Anschluss an die Ausbildung werden die jungen Berufsleute in der neuen Lebenssituation unterstützt», erklärt Marlis Saladino. (chw.)

www.lacapriola.ch

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