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Stabile Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) erzielte im ersten Semester 2021 einen Gewinn von 34.6 Millionen Franken (+2.8 Prozent). Dank des starken Kommissionserfolgs sowie der Auflösung von Wertberichtigungen im Kreditgeschäft konnte der Geschäftserfolg unter Ausklammerung der ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse gesteigert werden. Der Nettoneugeldzufluss in Wertschriften betrug 479.4 Millionen Franken. Die Schwyzer Kantonalbank beschäftigt 599 Mitarbeitende und zählt 23 Filialen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigten sich im ersten Halbjahr 2021 nach wie vor anspruchsvoll. Trotz des herausfordernden Umfelds konnte der Geschäftserfolg der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) unter Ausklammerung der Einlage an die Pensionskasse von 32.1 Millionen Franken um 5.3 Millionen (9.1 Prozent) auf 63.9 Millionen Franken. gesteigert werden. Der Geschäftserfolg inklusive der Zuweisung an die Pensionskasse liegt bei 31.8 Millionen Franken.

Susanne Thellung, Vorsitzende der Geschäftsleitung: «Ich freue mich über das gute Halbjahresergebnis. Unser diversifiziertes, auf Kontinuität ausgerichtetes Geschäftsmodell wie auch unsere Kundennähe haben sich bewährt.»

Zinserfolg auf Vorjahreshöhe

Der Brutto-Zinserfolg lag mit 87.7 Millionen Franken um 0.2 Millionen. (0.3 Prozent) über dem Vorjahr. Der nach wie vor anhaltende  Rückgang des Aktivzinsertrags aufgrund der sehr tiefen Zinsen konnte durch den tieferen Passivzinsaufwand und die tieferen Zinsabsicherungskosten kompensiert werden. Trotzdem nahm die Gesamtbankzinsmarge (annualisierter Brutto-Zinserfolg im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme) im Vergleich zum 30.Juni 2020 von 0.85 auf 0.82 Prozent ab. An der strategischen Bilanzstrukturpositionierung (ALM) wurde festgehalten. So lag die Eigenkapitalsensitivität per Mitte 2021 auf Basis eines Zinsanstiegs um einen Prozentpunkt bei -2.3 Prozent.

Mehr Kundengelder

Die Kundenausleihungen sanken leicht um 31 Millionen Franken (-0.2 Prozent) auf 15'850 Millionen Franken. Davon sind 90 Millionen Franken Covid-19-Krediten zuzuordnen, welche gegenüber dem 31.Dezember 2020 um 10 Millionen Franken reduziert wurden.Die Kundengelder wiederum stiegen um 257 Millionen Franken (1.8 Prozent) auf 14'610 Millionen Franken.  Die Zunahme resultierte aus Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform mit 128 Millionen Franken und übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden mit 126 Millionen Franken. Unter Ausnützung des Freibetragsregimes der Schweizerischen Nationalbank baute die SZKB die Flüssigen Mittel um 138 Millionen Franken (3.9 Prozent) auf 3'649 Millionen Franken aus. Mit einem Liquidity Coverage Ratio von 151.6 Prozent übertraf das Institut das Mindesterfordernis deutlich.

Starkes Kommissionsgeschäft

Der weitere Ausbau des Anlagegeschäfts schlug sich in einer bemerkenswerten Zunahme des Kommissionserfolgs um 1.4 Millionen Franken (5.7 Prozent) auf 25.5 Millionen Franken nieder. Massgeblich dafür verantwortlich waren der Zuwachs des SZKB- Fondsvolumens und der Vermögensverwaltungsmandate. Aufgrund des sehr hohen Neugeldzuflusses in Form von Wertschriften von 479.4 Millionen Franken sowie der stark positiven Marktentwicklung seit anfangs Jahr konnte der Depotvolumenbestand auf 9'313 Millionen Franken (13.4 Prozent im Vergleich zum 31 Dezember 2020) ausgebaut werden.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.7 Millionen Franken (-17 Prozent) auf 8.1  Millionen Franken. Ursache dafür war der Ertrag aus der Bewirtschaftung der Devisenbestände, der aufgrund der sinkenden Zinsdifferenz vom US-Dollar zum Schweizer Franken geringer ausfiel. Aufgrund von Bewertungsverlusten auf Finanzanlagen im Vorjahr stieg der Übrige ordentliche Erfolg um 0.4 Millionen Franken (36.6 Prozent) auf 1.4 Millionen Franken.

Pensionskasseneinlage beeinflusst Geschäftsaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich um 2.1 Millionen Franken (5.6 Prozent) aufgrund des höheren Personalbestandes (durchschnittliche Vollzeitstellen +21 auf 509) und der individuellen Gehaltsanpassungen auf 39.8 Millionen Franken. Trotz Investitionen in die Weiterentwicklung der Bank nahm der Sachaufwand dank sorgfältiger Ausgabenpolitik um 1.4 Millionen Franken (-7.7 Prozent) auf 17 Millionen Franken  ab. Mit der ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse von     32.1 Millionen Franken erhöhte sich der Geschäftsaufwand auf 88.9 Millionen Franken. Es handelt sich dabei um den Aufbau einer Zusatzversicherung für die Mitarbeitenden der SZKB. Die Einmaleinlage kompensiert teilweise die stark gesunkenen Altersleistungen der beruflichen Vorsorge. Ohne Pensionskasseneinlage stieg der Geschäftsaufwand um 0.7 Millionen Franken (1.3 Prozent).

Hohe Eigenkapitalausstattung

Trotz der weiterhin angespannten Wirtschaftslage konnten die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste um 2.2 Millionen Franken reduziert werden.

Im Zusammenhang mit den neuen Rechnungslegungsvorschriften der FINMA wurden per 1. Januar 2021 Wertberichtigungen und Rückstellungen für inhärente Ausfallrisiken über 21.6 Millionen Franken für den Ausbau der Risikovorsorge im Kreditgeschäft aus den Reserven für allgemeine Bankrisiken erfolgsneutral entnommen. Mit dem Wiederaufbau der Reserven für allgemeine Bankrisiken von 29.4 Millionen Franken aus der laufenden Rechnung sowie der Auflösung von 32 Millionen Franken für die Finanzierung der Zuweisung an die Pensionskasse wurden netto 2.6 Millionen Franken der Reserven für allgemeine Bankrisiken erfolgswirksam aufgelöst. Inklusive Halbjahresgewinn lag das Eigenkapital bei 1'961 Millionen Franken.

Solides zweites Semester erwartet

Die SZKB geht von einer Erholung der Wirtschaftsleistung aus und erwartet im zweiten Halbjahr 2021 einen soliden Geschäftsgang. Die weiter sinkende Zinsmarge soll durch ein höheres Geschäftsvolumen und den weiteren Ausbau des Anlagegeschäfts kompensiert werden. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation ist eine Zunahme der Wertberichtigungen für Ausfallrisiken möglich. Das Institut  wird im Rahmen der Strategieumsetzung weiter gezielt in zukunftsgerichtete Vorhaben investieren und erwartet im zweiten Halbjahr 2021 einen leicht tieferen Geschäftserfolg als im ersten Semester (bereinigt um die Zuweisung an die Pensionskasse). Dazu Susanne Thellung: «Trotz der Erholung der Konjunktur dürfte es mit dem weiterhin schwierigen Zinsumfeld ein anspruchsvolles Jahr werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir gut aufgestellt sind, um auch im zweiten Halbjahr ein ansprechendes Ergebnis zu erwirtschaften.» (pd./red.)

https://www.szkb.ch/

Zwischenbericht zum Halbjahresabschluss

 

 

 

 

 

 

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