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  • Urnersee, Reussebene. Bild: EWA

Solides Unternehmensergebnis für EWA

Die EWA-Gruppe erarbeitete im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds und trotz Corona-Pandemie ein solides Unternehmensergebnis. Die Gesamtleistung überschritt erstmals in der EWA-Geschichte die 100 Mio. CHF Schwelle.

Die EWA-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Gesamtleistung überschritt erstmals in der Unternehmensgeschichte mit 101,7 Mio. CHF (+1,9 %) die 100 Mio. CHF Schwelle. Das Geschäftsjahr war geprägt von Investitionen in Höhe von rund 32 Mio. CHF inklusive der Investitionen der equity-konsolidierten Partnerwerke. Damit wurde das hohe Niveau des Vorjahrs gehalten. Der mit Abstand grösste Teil dieser Investitionen bleibt in Uri. Die gesamte Wertschöpfung der EWA-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2019/20 auf 45,7 Mio. CHF (+5,3 %).

Höchstwert bei der Stromproduktion
«Unser Jubiläumsjahr 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie nicht das Jahr für grosse Feiern» führt Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA, aus. «Trotzdem hatten wir viele gute Gründe zur Freude, trotz einem schwierigen Marktumfeld und trotz Corona-Pandemie. Die frühe Inbetriebnahme des KW Schächen beispielsweise schuf zusammen mit der bestmöglichen Bewirtschaftung unserer Kraftwerke und einer hohen Anlageverfügbarkeit die Basis für einen neuen Höchstwert bei der Stromproduktion mit 301 Millionen Kilowattstunden (+15,3 %).» Mit dem Kraftwerk Erstfeldertal, das im November 2020 erstmals ans Netz ging und dem Kraftwerk Palanggenbach, für das im Juli 2020 der Spatenstich erfolgte, wird EWA seine Erfolgsgeschichte in der Wasserkraft auch in Zukunft fortschreiben. Neben den Wasserkraftwerken hat EWA auch die Stromproduktion mit Photovoltaik-Anlagen stark ausgebaut.

CO2-freie Energieversorgung
«Wasserkraft ist und bleibt unsere Basis» erklärt Werner Jauch. «Wir bauen darauf auf und haben uns in unserer 125-jährigen Geschichte vom Elektrizitätswerk zum führenden Urner Energiedienstleister entwickelt. Dabei tragen wir auch Sorge zu den Ressourcen und zur Umwelt: Neben der Stromproduktion ist auch die intelligente und effiziente Nutzung der Energie ein wichtiges Ziel. Wir bieten mit EWA Smart- Energy integrierte CO2-freie Gesamtenergielösungen an. Alles aus einer Hand.» In der neuen Überbau- ung Winterberg in Altdorf hat EWA eine weitere dieser integrierten Gesamtenergielösungen realisiert. Neben URstrom aus erneuerbarer Quelle ist erneuerbare Wärme und Kälte bei diesen Lösungen ein zentrales Thema: «Unser Ziel ist die CO2-freie Energieversorgung von Gebäuden» führt Werner Jauch aus. «Wir erreichen es mit unseren nachhaltigen URstrom-Produkten sowie EWA SmartHeat, erneuerbarer Wärme und Kälte. Unsere Contracting-Angebote für Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobilität bis zum E-Carsharing sind Rundumsorglos-Pakete ohne eigene Investitionen für unsere Kundinnen und Kunden – SmartEnergy für Alle.»

«Verantwortung» und «Miteinander» als zentrale Werte
125 Jahre EWA ist auch die Gelegenheit für den einen oder anderen Rück- und Ausblick. Für Werner Jauch sind es zwei zentrale Werte, die sich als roter Faden durch die EWA-Geschichte ziehen: «Verant-wortung» und «Miteinander»: «Wir übernehmen immer wieder Verantwortung als Unternehmen und erarbeiten zusammen mit unseren Partnern nachhaltige Lösungen. In der Corona-Pandemie haben wir unsere Verantwortung als systemrelevanter Energiedienstleister wahrgenommen und stets eine funktionierende Versorgung mit Strom oder unseren Produkten und Dienstleistungen sichergestellt.»
Das Miteinander hat sich auch im vergangenen Jahr in verschiedensten Partnerschaften gezeigt: «Unser Knowhow in der Elektrogebäudetechnik fliesst in die laufenden wegweisenden Infrastruktur-Grossprojekte in Uri ein: Beim neuen Kantonsspital, bei der Basis 57 oder bei der neuen Urner Kantonalbank am Bahnhof Altdorf sind wir federführend in Arbeitsgemeinschaften mit anderen Urner Unternehmen.»

Das Miteinander ist auch ein Thema bei der EWA Tochtergesellschaft ComDataNet AG. Sie pflegt erfolgreich eine langjährige Zusammenarbeit mit Swisscom unter anderem bei Cloud Arbeitsplätzen, Netzwerk Sicherheit und der Kommunikationsplattform Teams. Während der Corona-Pandemie haben diese Tools für die digitale Zusammenarbeit einen starken Aufschwung erfahren.
Digitalisierung ist auch beim Verteilnetz von EWA ein Thema: «Mit unseren Smart Metern und der Smart Metering Systemplattform Uri digitalisieren wir zusammen mit unseren Partnern die Urner Netzinfrastruktur» führt Werner Jauch aus. Der Ersatz der bestehenden Stromzähler durch intelligente Smart Meter ist erfolgreich auf Kurs. In Morschach und Seelisberg sind bereits flächendeckend Smart Meter in Betrieb, in Altdorf läuft der Roll-out. Mehr als 5’000 Smart Meter sind installiert.

126 Jahre EWA
343 Mitarbeitende der EWA-Gruppe, 10 Mitarbeitende mehr als im Vorjahr, haben mit ihrer Arbeit und ihrem täglichen Einsatz zum soliden Unternehmensergebnis beigetragen: «Wir konnten in den letzten 5 Jahren im Schnitt jährlich 10 neue Stellen schaffen», erklärt Werner Jauch. «Und wir bilden als Uris grösster Ausbildungsbetrieb aktuell 75 Lernende in 12 Berufsbildern aus. Zusammen mit 9,4 Mio. CHF Leistungen an die öffentliche Hand leisten wir so einen wichtigen Beitrag an die Urner Volkswirtschaft.» Seit der Jubiläums-GV Ende Januar 2020 präsentiert sich EWA mit neuem Erscheinungsbild und neuer Unternehmensfarbe: «Wir haben dazu sowohl intern als auch extern viele positive Rückmeldungen erhalten» freut sich Werner Jauch. «Kurz gesagt: Blau und unser neuer Markenclaim energieUri kommen gut an.» Werner Jauch ist zuversichtlich, dass es Gelegenheit gibt, die Erfolge und das Jubiläum von EWA doch noch zu feiern: «Wir haben unser Jubiläum nicht abgesagt, sondern planen unseren 126. Geburtstag zusammen mit unseren Mitarbeitenden, Partnern und der Urner Bevölkerung im 2021 zu feiern.» (pd.)

www.ewa.ch

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