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Schurter hebt mit Space-Sicherungen ab

Die Schurter AG in Luzern entwickelt unter anderem Sicherungen für den Weltraum. Als einzige europäische Herstellerin erfüllt sie damit die Anforderungen der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA). Dank dieser Entwicklung gewann das Unternehmen den diesjährigen Innovationspreis der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz.

Eine Sicherung ist wohl eine wichtige, jedoch eher unscheinbare Komponente. Anders sieht es mit der MGA-Space-Sicherung aus, für die die Elektronikproduzentin Schurter AG aus Luzern den diesjährigen Innovationspreis der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz erhalten hat. «Diese Sicherung wird von der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) eingesetzt. Um den Bedingungen im Weltraum standzuhalten, muss sie absolut dicht, vakuumfähig und temperaturresistent sein. Zudem sollte sie schnell und präzise funktionieren und Kräfte sowie Vibrationen aushalten», sagt Ralph Müller, seit 2009 CEO der Schurter AG. Das Unternehmen ist der einzige europäische Hersteller, dessen Space-Sicherung die hohen Anforderungen der ESA erfüllt und von ihr zertifiziert wurde. Falls ein Fehler oder Kurzschluss in einem Teilsystem auftritt, sorgt diese Sicherung dafür, dass nicht der gesamte Satellit ausfällt. «Die strengen Qualitätsauflagen der ESA erforderten von uns einen Quantensprung punkto Produktionsprozesse und Qualitätssicherung», erklärt Ralph Müller.

Ausbau des Key Accounting

Die weitere Produktpalette der Schurter AG umfasst Standardlösungen in den Bereichen Geräteschutz, Gerätestecker und -verbindungen, Schalter und Elektronikdienstleistungen. «Wo Standardprodukte nicht genügen, erarbeiten wir kundenspezifische Lösungen», so Ralph Müller. Kunden der Schurter AG sind Unternehmen aus dem Anlagenbau, der Medizintechnik, der erneuerbaren Energietechnik, Hersteller von Computer- und Peripheriegeräten sowie Produzenten von Freizeit-, Haushalts- und Gartengeräten. Zurzeit arbeitet die Luzerner Firma an der neuen Unternehmensstrategie für die nächsten fünf Jahre. «Bei den Komponenten richten wir den Fokus unter anderem auf den punktuellen Ausbau des Standardsortiments. Bei den Eingabesystemen erweitern wir das Key Accounting in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz, denn dort erwarten wir ein überproportionales Wachstum mit induktiven und kapazitiven Touchpanels», so Ralph Müller.

In naher Zukunft stehen einige Produktlancierungen an. «Für das kommende Jahr haben wir soeben die Entwicklungsroadmap verabschiedet. Wir gehen davon aus, dass wir mit 14 Neuprodukten auf den Markt gelangen werden», erklärt Ralph Müller.

18 Tochtergesellschaften

Unter dem Dach der Schurter Holding AG mit Sitz in Luzern sind weltweit 18 Tochtergesellschaften aktiv. «Um eine global operierende Vertriebsstruktur aufrechtzuerhalten, zählen wir auf ‹Hubs› in den USA, Brasilien und Singapur», so Ralph Müller. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 1400 Mitarbeitende, davon rund 440 in der Schweiz. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 174 Millionen Franken. Davon erzielt das Unternehmen in Europa (ohne die Schweiz) 64 Prozent, in der Schweiz allein 13 Prozent. (chw.)

www.schurter.ch

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