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Schiltrac Fahrzeugbau GmbH, Buochs

Wenn für andere Fahrzeuge Schluss ist, kommt der «Schiltrac» erst so richtig in Fahrt. Weil man bei der Firma Schiltrac Fahrzeugbau GmbH in Buochs die Bedürfnisse der Kunden kennt, entstehen multifunktional einsetzbare Fahrzeuge, die ihrer Zeit voraus sind.

Das Testgelände befindet sich gleich hinter den Produktionsräumen der Firma Schiltrac Fahrzeugbau GmbH in Buochs. Wer die steile Böschung des Aawasserdamms hochsteigen will, braucht schon mal gutes Schuhwerk, um nicht abzurutschen. Kein Problem hingegen ist diese steile Rampe für das neuste Fahrzeug aus dem Hause Schiltrac. Saugnäpfen gleich, «klebt» das Fahrzeug buchstäblich an diesem steilen Hang ohne auch nur die geringsten Anzeichen von Rutschphasen. «Hier haben wir schon so manchen Kunden von der Geländetauglichkeit unserer Fahrzeuge überzeugen können», hält Verkaufsleiter Peter Barmettler mit berechtigtem Stolz fest. Er ist gleichzeitig Geschäftsführer der Verkaufsorganisation Peter Barmettler Fahrzeuge GmbH, während Urs Baumgartner seit 2012 Geschäftsführer der Schiltrac Fahrzeugbau GmbH ist. Beide haben zusammen mit ihren Mitarbeitenden die neuste Generation von Schiltrac-Fahrzeugen mit der Bezeichnung «Eurotrans» entwickelt. Ein Fahrzeug, das ein echter «Bergfex» ist und dann so richtig in Fahrt kommt, wenn andere bereits ihren Dienst quittieren. Ihre Geländetauglichkeit verdanken die Schiltrac-Fahrzeuge unter anderem dem beweglichen Zwillings-Sicherheitschassis und dem permanenten Allradantrieb.

Ein Fahrzeug «Made in Nidwalden»

Die Geschichte von Schiltrac begann 1993, als Josef Barmettler die Patentrechte der ehemals legendären Stanser Landmaschinenfabrik Schilter übernahm. Die Absicht, aufbauend auf der Grundidee des «Schilter» einen neuen Transporter zu entwickeln, wurde mit der Gründung der Firma Schiltrac in die Tat umgesetzt. Zwei Jahre später stellte Josef Barmettler an der Fachmesse «Agrama» das erste Fahrzeug vor, welches auf Anhieb auf ein grosses Interesse stiess. Der «Schiltrac» ist ein Fahrzeug «made in Nidwalden». Die Hardware wird in den Produktionshallen im Industriequartier Fadenbrücke in Buochs von A bis Z selber hergestellt. Einzig Komponenten wie Motor, Hydrauliksysteme oder elektronische Geräte wie Display werden von Partnerunternehmen angeliefert. Produkte, die höchsten Ansprüchen genügen müssen. Denn schliesslich heisst das Fahrzeug «Schiltrac». Dass das Getriebe eine Eigenentwicklung ist, liegt daran, da es auf dem Markt kein handelsübliches Produkt gibt, das die Anforderungen erfüllt, die an einen «Schiltrac» gestellt werden. Jedes noch so kleine Rädchen wird deshalb in den Werkräumen in Buochs von Hand in das Getriebegehäuse eingesetzt.

Der Umwelt zuliebe

Wer einen «Schiltrac» kauft, erwirbt ein nach den gestrengen Normen des TÜV geprüftes Fahrzeug, Partikelfilter für das Dieselaggregat inklusive. Darauf, dass in den letzten Jahren rund 750 Fahrzeuge Buochs verlassen haben, ist man bei Schiltrac stolz. Eine noch grössere Genugtuung bereitet Peter Barmettler und Geschäftsführer Urs Baumgartner die Tatsache, dass es nicht irgendwelche Ingenieure sind, die bei der Entwicklung der Fahrzeuge mitwirken, sondern die betriebseigenen Landmaschinenmechaniker. Das über all die Jahre aufgebaute Know-how sei unbezahlbar. Rund 900 bis 1000 Stunden sind für die Montage eines einzelnen Fahrzeuges notwendig. Die Nidwaldner Präzisionsfahrzeuge geniessen in der Landwirtschaft einen guten Ruf. Das Buochser Unternehmen ruht sich allerdings nicht auf diesen Lorbeeren aus und ist dabei, neue Einsatzgebiete in der Industrie und im Kommunalmarkt zu erschliessen. Auch hier scheinen die Schiltrac-Fahrzeugbauer den Nerv der Kunden zu treffen. (bc.)

www.schiltrac.ch




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