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Positive Vorprüfung für Recycling-Anlage in Emmen

Das Recycling-Unternehmen Düring AG Ebikon und die Schmid Bauunternehmung AG, beide in Ebikon, planen gemeinsam in Emmen eine Anlage zur Aufbereitung und Wiederverwertung von Bau-Aushubmaterial. Jetzt liegt die Vorprüfung des Projekts durch den Kanton Luzern vor. Sie fällt positiv aus.

Das Deponieren von Aushubmaterial ist eine gigantische Ressourcenverschwendung. Die Düring AG Ebikon und die Schmid Bauunternehmung AG wollen deshalb gemeinsam in Emmen eine Anlage zur Aufbereitung und Wiederverwertung von Bau-Aushubmaterial erstellen. Das Bauvorhaben soll auf einem Grundstück der Firma Düring Immobilien AG im Industriegebiet Buholz in Emmen realisiert werden. Dazu wurde bei der Gemeinde Emmen im März dieses Jahres ein Baugesuch eingereicht. Diese hat das Gesuch an die kantonale Dienststelle Raum und Wirtschaft (rawi) zur Vorprüfung weitergeleitet. Zur Stellungnahme eingeladen wurden zudem die Fachstelle Verkehr und Infrastruktur, Umwelt und Energie, Wirtschaft und Arbeit, Hindernisfrei Bauen Luzern, die Gebäudeversicherung sowie die Abteilung Raumplanung des rawi.

Gewässerschutz

Nun liegen die Ergebnisse vor. Die Vorprüfung durch den Kanton Luzern fällt positiv aus. Offene Fragen gibt es lediglich bezüglich Verkehr und Gewässerschutz. Das rawi verlangt, dass für die Zahl der täglichen Lastwagenfahrten eine Höchstgrenze festgelegt wird. Zum Gewässerschutz werden strenge Auflagen gemacht. Der Initiant des Projektes, Patrick Düring, kann diese Auflagen gut nachvollziehen. «Der Gewässerschutz hat Priorität. Wir sind überzeugt, dass wir mit geeigneten baulichen Massnahmen alle Auflagen erfüllen können.»

Emmen ist am Zug

Das Baugesuch der Düring AG Ebikon wird nun mit den entsprechenden Unterlagen ergänzt und dann bei der Gemeinde Emmen eingereicht. Patrick Düring wünscht, dass die Gemeinde Emmen die Vorprüfung genauso speditiv wie der Kanton abwickeln wird: «Die Anlage ist nach neusten ökologischen Erkenntnissen konzipiert. Sie ist zonenkonform und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen. 165‘000 Kubikmeter sauberen Aushub kann sie pro Jahr verarbeiten. Daraus entstehen etwa 80 Prozent Kies und 20 Prozent Filterkuchen.»

Umweltfreundliche Anlage

In der Anlage, die sich in einer geschlossenen Halle befindet, werden keine kontaminierten Materialien verarbeitet. Deshalb können keine umweltgefährdenden oder schädlichen Stoffe entweichen. Die Geräusch- und Staubemissionen sind minimal. Die Anlage in Emmen wird in der Region nicht zu Mehrverkehr führen. Es kommt lediglich teilweise zu einer Verlagerung ins Industriegebiet Buholz. Das Aushubmaterial muss bereits heute abtransportiert und der Kies beziehungsweise Beton zugeführt werden. Das ergibt ein Nullsummenspiel. Ökologisch vorteilhaft sind natürlich die kürzeren Distanzen.

www.duering.ch

www.schmid.lu

 

 

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