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Auviso trotzt Corona

Die Veranstaltungsbranche war eine der ersten, die die Corona-Krise zu spüren bekam – Hunderte Events wurden abgesagt. Unmittelbar davon betroffen war das Luzerner Unternehmen Auviso Audio Visual Solutions mit Hauptsitz in Emmenbrücke. Der technische Dienstleister für Veranstaltungen und Installationen setzte neue Angebote in den Fokus – mit Erfolg.

Auf einmal waren Grossveranstaltungen nicht mehr möglich. Eine herausfordernde Situation für Auviso. Neue Angebote wurden kreiert – und diese wurden gut genutzt. «Wir haben grosse Solidarität erfahren; viele Wartungen und Unterhaltsarbeiten, welche auf den Sommer geplant waren, wurden vorgezogen und konnten im März und April umgesetzt werden. Somit konnten wir die Crews von stornierten Events kurzfristig umteilen und mussten nicht ganze Abteilungen in die Kurzarbeit schicken», erklärt Martin Elmiger, Geschäftsführer von Auviso.

Digitale Events als Chance

Damit Veranstaltungen trotz Coronavirus stattfinden können, bietet Auviso Unterstützung bei der Umgestaltung von geplanten Events. Live-Streaming Lösungen ermöglichen es, dass Informationen und Anliegen übermittelt werden können, auch wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht im selben Raum sitzen. So konnten beispielsweise Generalversammlungen stattfinden. Martin Elmiger gibt zu Bedenken, dass diese Form von Events noch nicht etabliert ist. «Der Beratungsaufwand für digitale Events ist hoch, hier muss viel nachgeholt werden, was in den letzten Jahren in der Digitalisierung verpasst wurde. Wir hatten und haben sehr viele Anfragen, bei der Umsetzung ist noch Potenzial vorhanden». Zu spüren sei eine starke Verunsicherung im Markt. Das Bedürfnis nach reellen Events – nach wie vor der emotional stärkste Wert im Marketing-Mix – ist enorm hoch.

Auch in anderen Sparten konnte bei Auviso während des Lockdowns gearbeitet werden. «Durch unsere Diversifizierung in den Bereich Festinstallation konnten wir normal weiterarbeiten – die Baustellen waren geöffnet und unsere Techniker waren schweizweit tätig. Bei grossen Baustellen wie zum Beispiel The Circle am Flughafen Zürich war die Einhaltung der BAG Empfehlungen manchmal eine Herausforderung. Der Eventbereich liegt aber nach wie vor brach – für diese Mitarbeiter mussten wir bereits anfangs März Kurzarbeit anmelden», gibt Martin Elmiger zu bedenken. Mit Stolz erfüllen ihn die Lernenden. Sie haben die Herausforderungen des Home-Schoolings diszipliniert gemeistert. «Wir halten weiterhin an unserer Verantwortung fest, Lernende in allen uns möglichen Berufen auszubilden und zu fördern», erklärt er.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Gefragt sind nach wie vor Ampelsysteme, mithilfe derer Menschenansammlungen informiert und geführt werden wie beispielsweise im Retail-Bereich, in Hotels oder Restaurants und in öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen. Auch Live-Streaming ist bei Auviso seit langem Teil der Veranstaltungs-Dienstleistungen und bereits etabliert. In einem professionellen Inhouse-Studio ist es für die Kunden möglich, ihr eigenes Programm broadcasten zu können.

Der Geschäftsführer von Auviso blickt optimistisch in die Zukunft. «Bei einem weiteren Abflachen der Ansteckungskurve und keiner massiven zweiten Wellen sehen wir ab September eine Erholung der Branche. Für die Durchführung von Events brauchen wir klare Spielregeln der Behörden», betont Martin Elmiger. Und ergänzt: «Wir sind zuversichtlich, dass ein Nachholeffekt einsetzen wird. Es ist unsere Aufgabe als Unternehmer, die Balance zwischen Hoffnung und Realismus nicht zu verlieren». (nj.)

www.auviso.ch

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