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  • «Clever unterwegs im Reallabor», Illustration: Benjamin Herman

Neue Mobilitätskultur

Die Albert Koechlin Stiftung lanciert mit «clever unterwegs im Reallabor» eine neue Ausschreibung im Bereich Mobilität. Engagierte Teams, Mitglieder der Zivilgesellschaft, Organisationen oder Start-ups erhalten die Möglichkeit, für die Umsetzung nachhaltiger Mobilität Projektideen einzureichen. Eine unabhängige Fachjury beurteilt die eingereichten Projekte und spricht den überzeugendsten Ideen eine finanzielle Unterstützung zu.

Das Programm Reallabor ist ein Mitmachprojekt: Die Albert Koechlin Stiftung (AKS) schafft damit die Möglichkeit, neue oder anderswo bereits erprobte Mobilitätslösungen und -ideen in der Innerschweiz zu lancieren oder ihnen zum Durchbruch zu verhelfen. Priorität haben konkrete, klimafreundliche und ressourcenschonende Mobilitätsprojekte, die Menschen zu Veränderungen in ihren Ansichten und Routinen anregen.

Impulse, um Projekte auch umzusetzen
Die Mobilität steht vor grossen Veränderungen. Das stellt kaum jemand mehr in Frage. Unklar ist, in welche Richtung die Veränderung geht. Viele Ideen und Visionen werden diskutiert und präsentiert, zu selten aber konkretisiert.

Mit dem Programm «clever unterwegs im Reallabor» will die AKS die nötigen Impulse geben, um konkrete Projekte umzusetzen. Einerseits erhofft sich die Stiftung mit ihrem Engagement, den Wandel zu beschleunigen. Andererseits will die AKS den Fächer möglicher Lösungen bewusst öffnen, um klimafreundliche und effiziente Mobilitätsformen zu stärken. Es wäre schade, die Chancen des anstehenden Wandels zu verpassen und die reine Dekarbonisierung der Mobilität als Lösung anzusehen – ohne die Art, wie wir uns heute fortbewegen, zu hinterfragen, ohne die Lebensqualität zu erhöhen und ohne den Verbrauch von endlichen Ressourcen zu verringern.

Ausschreibung zweimal jährlich
Für die zweimal jährlich stattfindende Ausschreibung «clever unterwegs im Reallabor» stehen bis 2026 pro Jahr jeweils CHF 200‘000.-- zur Verfügung. Für die erste Ausschreibung im laufenden Jahr ist der Eingabeschluss am 30. April 2022. Im Mai 2022 wird eine externe unabhängige Fachjury die über cleverunterwegs.ch eingereichten Projekte beurteilen und die finanziellen Unterstützungsbeiträge festlegen. Die zweite Ausschreibung im Jahr 2022 startet im Sommerhalbjahr mit einem Eingabeschluss bis Ende Oktober.

Eingabeberechtigt sind natürliche und juristische Personen mit gesetzlichem Wohn- oder Geschäftssitz in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri.

Grosser Spielraum
«Die AKS setzt bewusst wenig Grenzen zum Inhalt und Umfang der einzureichenden Projekte», erläutert Projektleiter Andreas Merz. «Auch setzen wir keine Bedingungen bezüglich einer minimalen Mitfinanzierung. Damit lassen wir einen grossen Spielraum zu und geben möglichst vielen Ideen und Projektträgern eine Chance, ein Projekt erfolgreich einzugeben. In der Beurteilung zählt dann selbstverständlich, ob das Gesamtpaket aus Inhalt, Umfang, Erfolgschancen und Finanzierung überzeugt.»

Nicht zugelassen sind Projektideen, die gemäss geltenden gesetzlichen Grundlagen hoheitliche staatliche Aufgaben sind. Beiträge für Veranstaltungen, wiederkehrende Betriebsbeiträge, Nachfinanzierungen, Defizitbeiträge oder Sponsoring werden nicht unterstützt. Grundlagenerhebungen, Studien, Berichte (paper work) oder der Aufbau von Websites sind wie Beiträge für Lehre und Forschung ausgeschlossen.

Details zur Ausschreibung: cleverunterwegs.ch/reallabor

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