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  • Die Naef Group aus Freienbach saniert Trinkwasserleitungen. Rohrleitungen vor und nach der Beschichtung mit anorganischem Material.

Naef Group: Dank einer Pionierleistung zur Weltmarktführerin

Die Naef Group in Freienbach erbringt Sanierungsleistungen für Trinkwasser- und Fussbodenheizungsleitungen. Vor 30 Jahren hat sich der Firmengründer und Erfinder Werner Näf der Innensanierung von Rohren verschrieben – inzwischen hat sich das Schwyzer Familienunternehmen in diesem Segment als weltweiter Technologieführer etabliert. Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz verlieh der Naef Group in diesem Jahr sogar einen Anerkennungspreis.

«Anrosan» heisst die neuste Erfindung, mit der Firmengründer Werner Näf 2011 ein weiterer technologischer Durchbruch gelang. Als Würdigung für ihre Entwicklungs- und Forschungsarbeit erhielt die Naef Group in diesem Jahr sogar einen Anerkennungspreis von der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz. «‹Anrosan› ist eine rein mineralische Beschichtung aus Zement, die der Rohrinnensanierung von Trinkwasserleitungen in Gebäuden dient», sagt Ramon Näf, Werner Näfs Sohn, der die Naef Group zusammen mit seiner Schwester Sarah Näf leitet. «Die Sanierung hat zahlreiche Vorteile, so wird sie beispielsweise ohne bauliche Massnahmen durchgeführt. Die Rohre werden an den Enden geöffnet und von innen getrocknet und gereinigt. Anschliessend bringen unsere Spezialisten Beschichtungsmaterial mit Hilfe von Druckluft in das Rohr ein. Dank ihrer mineralischen Zusammensetzung können sich keine schädlichen Stoffe aus der Beschichtung lösen. Auch Keime finden keinen Nährboden auf dem anorganischen Material. Nach lediglich 48 Stunden ist die Wasserinstallation wieder betriebsbereit.» Mit dieser Innovation untermauert die Naef Group ihre Position als Weltmarktführerin in diesem Sektor. Mit der Zertifizierung nach «DIN-CERTCO» in diesem Jahr ist «Anrosan» zudem das erste System im Bereich Innensanierung von Trinkwasserleitungen, das weltweit nach den «anerkannten Regeln der Technik» arbeitet. Seit der Lancierung 2011 hat die Naef Group bereits 500 Liegenschaften jeder Grössenordnung – von Einfamilienhäusern über Schulen bis hin zu Hotels – mit «Anrosan» saniert.

Werner Näf erfindet das «HAT»-System

Werner Näf hat sich bereits vor 28 Jahren der Rohrinnensanierung verschrieben. Der Heizungsfachmann und Ingenieur suchte eine Lösung, wie er Rohrleitungen sanieren konnte, ohne die Böden und Wände aufreissen zu müssen. 1999 erfand er eine Methode zur Sanierung von Fussbodenheizungen: das sogenannte «HAT»-System. «‹HAT› steht für Heizungssanierung-Alternativ-Technologie. Mit speziell aufbereiteter Druckluft wird das Restwasser aus dem Heizungssystem geblasen und sauber entsorgt. Dann wird ein natürliches Abrasivgemisch mit Druckluft in die Leitungen gepresst. Es entfernt so Schlammrückstände und Verkrustungen. Anschliessend wird das Beschichtungsmaterial per Luftstrom verteilt. Es fliesst durch die Rohre und überzieht die Wände gleichmässig von innen. Die Beschichtung schützt die Rohre vor weiterer Versprödung und stoppt den Alterungsprozess», legt Ramon Näf dar. Bei Fussbodenheizungen sei nach 25 Dienstjahren eine Zustandsanalyse sinnvoll, da sich alle Materialien mit der Zeit abnützen. Seit dem Jahr 2000 wurden mit dem «HAT»-System bereits 10 000 Wohneinheiten saniert, das entspricht rund 800 pro Jahr.

Der Mensch steht im Zentrum

«Unser Vater dachte bei all seinen Innovationen immer zuerst an den Menschen und wie er das gestellte Problem für ihn elegant lösen könnte. Diese Philosophie setzen wir heute weiterhin konsequent um: Bei uns wird täglich rund ums Rohr geforscht und entwickelt; die Ergebnisse kommen voll und ganz den konkreten Bedürfnissen des Kunden zugute», so Ramon Näf. Oberste Prinzipien des Familienunternehmens sind eine hohe Qualität und ein nachhaltiges Wachstum. Denn dies schaffe Vertrauen bei den Kunden und den Mitarbeitenden. Derzeit arbeiten 70 Mitarbeitende für die Naef Group in Freienbach – 14 weitere in Thun und Oberentfelden. «So können wir garantieren, dass wir immer schnell bei unseren Kunden vor Ort sind», erklärt Ramon Näf. (chw.)

www.naef-group.com

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