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  • Die beiden Clustermanager Stefan Leuthold (rechts) und Patrick Dümmler sind das Bindeglied zu Wirtschaft, Wissenschaft und Politik (Bild: PD)

Kreatives Netzwerk wird aufgewertet

Health Tech Cluster Switzerland wird auf eine neue Basis gestellt und soll zu einem in der gesamten Zentralschweiz verankerten und gleichzeitig national agierenden selbständigen Netzwerk weiterentwickelt werden.

Das vor fünf Jahren gegründete Gesundheitsnetzwerk «Health Tech Cluster Switzerland» (HTCS) wächst kontinuierlich. Derzeit sind rund 200 Mitglieder dem Cluster angeschlossen. Hinzu kommen mehr als 50 weitere strategische und wissenschaftliche Partner. Dem Netzwerk beitreten können Unternehmen und Institutionen, die Teil der Wertschöpfungskette Gesundheitstechnologie sind – dazu gehören Forschung und Entwicklung, Zulieferer, Hersteller, spezialisierte Dienstleister sowie Spitäler und Kliniken. Das Clustermanagement unter der Leitung von Stefan Leuthold und Patrick Dümmler sucht und pflegt den Kontakt zu seinen Mitgliedern und Partnern – und fühlt deren Puls. Somit schafft es die Basis, die eine sorgfältige und zielführende Vernetzungsarbeit erst möglich macht.

Zahlreiche Befragungen

In diesem und im vergangenen Jahr waren die Kontakte mit den vernetzten Unternehmen besonders intensiv, und zwar im Rahmen des Projektes «Pilotprogramm Handlungsräume (PHR) Wirtschaft: Handlungsraum Zentralschweiz» in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Messe Luzern. In einer ersten Etappe ging es darum, Trends und Bedürfnisse von Unternehmen und Stakeholdern im Bereich der Gesundheitstechnologie zu untersuchen. In der zweiten Phase des PHR-Projekts wird ein Bericht für die konkrete Umsetzung von Projekten erarbeitet, namentlich in den Themenfeldern Health Tech-Cluster, medtech.plus und Gesundheitstourismus. Der Bericht liegt Ende Jahr vor.

«Die Ergebnisse der Trend- und Stakeholderanalyse aus der ersten Projektetappe zeigen, dass Health Tech in der Zentralschweiz Potenzial aufweist. Gemäss Interviews bei Dutzenden Zentralschweizer Unternehmen und Organisationen stösst ein Health Tech-Cluster aus der Zentralschweiz grundsätzlich auf Interesse, jedoch nur, wenn dieser national vernetzt und mit den relevanten Organisationen abgestimmt ist», fasst Clustermanager Patrick Dümmler das vorläufige Ergebnis zusammen. Um noch besser auf die Bedürfnisse der aktuellen und insbesondere von potenziellen Mitgliedern eingehen zu können, wird der Health Tech Cluster Switzerland auf eine neue Basis gestellt. Das bisher eher pragmatische Vorgehen – geprägt durch die Start-up-Phase des Clusters – soll in Zukunft strategisch besser abgestützt werden, um den nächsten Wachstumsschritt zu erreichen.

Selbstständiger Verein

Der bestehende Cluster, der bisher rechtlich vom Technologiezentrum Schwyz (tzs) getragen wurde, soll zu einem in der gesamten Zentralschweiz verankerten und gleichzeitig national agierenden selbständigen Netzwerk von Herstellern, Zulieferern, Forschung- und Ausbildungseinrichtungen sowie Dienstleistern und Investoren im Bereich der Gesundheitstechnologie weiterentwickelt werden. Der Cluster soll regionale und nationale Unternehmen und Verbände aus Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie, Diagnostik und Gesundheitswesen gewinnbringend zusammenführen und durch gestärkte Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit die Wertschöpfung in der Zentralschweiz erhöhen. Mit regionalen Themenschwerpunkten und Aktivitäten soll der Durchdringungsgrad des Clusters erhöht werden. Im laufenden Jahr wird der Health Tech Cluster Switzerland deshalb auch rechtlich unabhängig und neu als Verein geführt.

Patrick Dümmler ist überzeugt: «Es gibt ein Bedürfnis für ein Cluster Format in der Zentralschweiz mit nationaler Ausstrahlung und Vernetzung. Die Bedürfnisse, Vorstellungen und Ideen der befragten Unternehmen und Kantone gehen jedoch über das heutige Leistungsformat und -angebot hinaus.
Um unseren Auftrag nachhaltig erfüllen zu können, haben wir deshalb unsere Strategie und das Angebotsportfolio konkretisiert und werden es ab 2020 umsetzen.» Dazu gehören neue Formate, ein aufgefrischter Webauftritt und eine bedürfnisgerechte Organisationsstruktur, unter anderem mit einem erweiterten Vorstand, um den Netzwerkgedanken noch besser leben zu können. (red.)

www.healthtech.ch

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