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Kompetenzzentrum für Radiologie

Schwyz. Das Röntgeninstitut Schwyz ist ein führendes Kompetenzzentrum für medizinische Radiologie. Es gehört zusammen mit fünf weiteren Instituten in Cham, Zürich-Bellevue, Winterthur, Zürich-Altstetten und Bellinzona zur RI Holding AG. Gründer und Präsident des Verwaltungsrats ist Dr. med. Kim B. Laver.

Anfang 2016 bezog das Röntgeninstitut (RI) Schwyz Anfang 2016 seine neuen Räumlichkeiten im Spital Schwyz. «Wir haben zwar nicht mehr Platz als vorher, sind aber nun optimal in die Spitalstrukturen eingebettet», erklärt Dr. med. Kim B. Laver, CEO und Präsident des Verwaltungsrates der RI Holding AG. So liegt die Radiologie neu direkt neben der Notaufnahme. Eine wesentliche Änderung. Eine, die Leben retten könne. Insgesamt investierte die Krankenhausgesellschaft Schwyz sechs Millionen Franken in den Neubau. Das Röntgeninstitut erneuerte seinerseits seine Geräte für weitere vier Millionen Franken. Die Zusammenarbeit zwischen RI Schwyz und dem Spital ist schweizweit die erste in diesem Umfang. Angefangen hat sie vor über 20 Jahren.

Public-Private-Partnership

1994 eröffnete Kim B. Laver seine erste Praxis für Radiologie am Spital Schwyz. Rasch erkannte er das Bedürfnis nach professionellen Dienstleistungen. «Es fehlte an Fachärzten und dem Willen der öffentlichen Hand, in Diagnostik, sprich Radiologie, zu investieren. Das Interesse von Spitälern wie Schwyz, Uri und Einsiedeln war jedoch gross.» Vier Jahre später wurde ein Zusammenarbeitsvertrag mit dem Spital Schwyz unterzeichnet, der Qualitätsanforderungen, Dienstleistungen und das Finanzielle umfassend regelte. Somit waren die Spitalradiologie und das private Röntgeninstitut nun vereint. Zeitgleich mit der Übergabe der Gebäude an das RI Schwyz wurde der alte Dienstleistungsvertrag um weitere 20 Jahre verlängert: «Das ist eine Bestätigung unseres Erfolgs. Es war aber auch betriebswirtschaftlich notwendig, um unsere beträchtlichen Investitionen abzusichern», erklärt Kim B. Laver. Die Grundlage der erfolgreichen Zusammenarbeit fasst er in zwei Worten zusammen: «Vertrauen und Offenheit». Heute beschäftigt das RI Schwyz 25 Mitarbeitende, darunter 5 Ärzte und 10 Personen mit einer medizintechnischen Ausbildung.

Skaleneffekte senken Kosten

«Ein privates Unternehmen kann Dienstleistungen wie die unseren kostengünstiger anbieten als ein öffentliches Spital.» Davon ist Kim B. Laver überzeugt. «Für die gleiche Leistung benötigt ein Spital 50 bis 80 Prozent mehr Personal.» Da das RI Schwyz mit fünf weiteren Zentren zur RI Holding zusammengefasst sei, profitiere es von Synergien und Skaleneffekten. Auch die fortschreitende Digitalisierung ermögliche hohe Effizienzgewinne. Kim B. Laver kennt viele Beispiele: «CT- oder MRT-Bilder müssen nicht mehr zwingend vor Ort ausgewertet werden. Wir benötigen daher nur noch ein Notfalldispositiv in unserer Gruppe. Zudem rotieren unsere Fachspezialisten zwischen den Zentren, da nicht jeder Standort für jeden Spezialisten genügend Arbeit generiert.» Und nicht zuletzt sieht Kim B. Laver auch im Beschaffungswesen Kostenvorteile für Private: «Wir kaufen für alle Zentren ‹State-of-the-Art›-Technologie zu deutlich günstigeren Konditionen, als ein Spital es tun kann.» Begeistert äussert sich Dr. med. Alain Mayer, Facharzt FMH Radiologie und Leiter des Röntgeninstituts Schwyz, zum neuen MRT: «Wir haben eines der besten Geräte, die es auf dem Markt gibt. Obwohl wir in Schwyz ländlich verankert sind, stehen wir auf Augenhöhe mit den Zentren Bern, Zürich und Luzern.» Neben dem MRT stehen im RI Schwyz ein CT, Ultraschallgeräte und Durchleuchtungsanlagen sowie ein 3D-Mammograph. (ph.)

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