AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Unternehmen

Hochwasserschutz der patenten Art

Die Luzerner Aeschlimann Hochwasserschutz AG bekämpft Wasserfluten mit System. Zwei aktuelle Beispiele sind mobile Deiche in Containern und standfeste Wasserbarrieren. Beide Produkte sind patentierte Eigenentwicklungen und äusserst wirksam.

Überschwemmungen verursachen Schäden in Millionenhöhe. Beispiele gibt es so viele wie frustrierte Immobilienbesitzer und Versicherungsgesellschaften, die hohe Schäden begleichen müssen. Das muss nicht sein. Viele Schäden lassen sich nämlich verhindern, wenn beispielsweise die Hauseigentümer geeignete Massnahmen treffen. Dies, weil sie dazu im Rahmen von Bauvorhaben verpflichtet werden oder auch, weil sie das eigenverantwortlich wollen. Das ist schon einmal positiv zu bewerten. Spätestens seit die Kantone Gefahrenkarten erarbeitet haben, ist das Bewusstsein für Naturgefahren gestiegen. Diese Karten zeigen beispielsweise präzise auf, wo bei Hochwasserereignissen mit Überschwemmungen zu rechnen ist. Die Grundlagen dazu sind öffentlich im Geoportal und per Mausklick über das Internet abrufbar. Auf diese Art und Weise kann sich jeder Grundeigentümer und jede Grundeigentümerin für sein bzw. für ihr Objekt einen Überblick verschaffen.

Aeschlimann Hochwasserschutz mit System

Genau hier setzt die Aeschlimann Hochwasserschutz AG aus dem luzernischen St. Urban an. Ingenieur und Gründer Heinz Aeschlimann hat ein klares Konzept. «Mit unseren aktuell zwölf Produkten sind wir in der Lage, präventiv wie auch in der Schadensbegrenzung wirksam bei Hochwasser zu helfen und zu unterstützen. Wir forschen und entwickeln permanent. So sind wir stets am Puls des Geschehens und können laufend neue Lösungen anbieten.» Die Firma, welche ursprünglich Teil der O. Aeschlimann Strassenbau- und Asphaltunternehmung AG, Zofingen, war, ist seit 2011 ein selbständiges Engineering- und Handelsunternehmen. Es realisiert objektspezifische Hochwasser- und Rückstau-Schutzmassnahmen. «Aufgrund der guten Resultate aus unserer Forschung, verbunden mit unseren Erfahrungen im Hochwassermanagement, können wir wirksame Systeme und Dienstleistungen für Private wie auch für die Öffentliche Hand anbieten», resümiert Heinz Aeschlimann, der als Beleg auf zwei aktuelle Lösungen für Hochwasserprobleme aufmerksam macht.« Mit den AE-Mobildeichen und den Wasserbarrieren, sogenannten ‚Klappschotts’ sind wir in der Lage, Hochwasserschäden in Millionenhöhe zu verhindern, beziehungsweise zu begrenzen.

Mit dem AE-Mobildeich schnell im Einsatz

Beim AE-Mobildeich handelt es sich um einen mobilen, patentierten Container, der mit modularen, insgesamt 480 Meter langen Schutzdämmen ausgerüstet ist. Die Aeschlimann Hochwasserschutz AG hat das leistungsfähige System gemeinsam mit dem Hersteller Mobildeich optimiert und eine damit einzigartige Containerlösung für die Schweiz bereitgestellt. «Mit dem Container ist man schnell am Einsatzort, die Aufstellung der mobilen Deiche ist einfach und erfolgt schnell», präzisiert Heinz Aeschlimann und ergänzt: «Die Deiche haben aber noch einen Zusatznutzen. Sie können auch bei Bränden nützlich sein, um kontaminiertes Löschwasser aufzufangen.» Der Einsatz sieht so aus, dass das Doppelschlauchsystem mit Seilummantelung und Planenabdeckung entlang von Gewässern und Flussläufen als Objekt- und Linienschutz installiert wird. Die auf Bobinen gelagerten Schläuche können im Ereignisfall einfach ausgerollt und mit Wasser gefüllt werden. Dermassen «vollgetankt» sind sie schwer und stabil, sodass sie nicht aufschwimmen können. Die markanten Vorzüge des AE-Mobildeichsystems haben auch Versicherungen entdeckt. Auslöser war ein heftiges Gewitter im Sommer 2017, welches den Raum Zofingen heimsucht und 2'500 Schadenfällen im Umfang von 19 Millionen Franken zur Folge hatte. Vor diesem Hintergrund wurde eine Aktion lanciert und fünf Stützpunktfeuerwehren in besonders exponierten Regionen mit dem mobilen Container ausgerüstet wurden.

Wasserbarrieren schotten ab

Die zweite Innovation aus dem Hause Aeschlimann Hochwasserschutz AG sind zwei stabile Wasserbarrieren, «Klappschotts» genannt: die Innovationen AE-Klappschott 400 und 800. Sie bilden ein Schutzsystem, das sich automatisch und ohne Strom aktiviert. Der Staupegel richtet sich dabei nach der Höhe des Hochwassers, wobei ein Schutz von bis zu 80 Zentimetern erreicht werden kann. Sinkt der Überflutungsstand, so senkt sich das Klappschott ebenso kontrolliert wieder ab. Das System, das ohne grossen Aufwand eingesetzt werden kann, ist praktisch unterhaltsfrei. Kurz: Das praktische System AE-Klappschott ist energieunabhängig und aktiviert sich automatisch, sobald Hochwassergefahr besteht. Die AE-Klappschotts sind kostengünstig, rasch eingebaut und in Betrieb und Unterhalt einfach zu bedienen.(jo.)

https://www.aehws.ch/de/

 

zurück zur Übersicht