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Haldigrat AG, Wolfenschiessen

Wer auf den Haldigrat will, muss mindestens einen Gang tiefer schalten. Ein Insidertipp ist das Ausflugsziel hoch über dem Engelbergertal wohl gerade deshalb längst nicht mehr. Einer, der von Beginn weg an seine Vision geglaubt hat, ist Kurt Mathis. Der Erfolg gibt ihm nun Recht.

Dass man ihn damals um die Jahrtausendwende hinter vorgehaltener Hand schon mal als «Spinner und Phantasten» bezeichnet hat, ist Kurt Mathis nicht entgangen. Doch der Mitinhaber eines Gipsergeschäfts in Wolfenschiessen glaubte an seine Idee, den Haldigrat zu retten. Denn es war damals mehr als fünf vor zwölf für das einstige Ski- und Wandergebiet auf der westlichen Schulter des Brisen. Sechs Tage, bevor der bestehenden Sesselbahn und dem dazugehörenden Bergrestaurant mittels Liquidation der endgültige Todesstoss versetzt werden sollte, erwarb der Wolfenschiesser Unternehmer das ganze Aktienpaket. Und allen, die es hören wollten, erzählte Kurt Mathis: «Ich glaube an die Zukunft dieses Ausflugsziels.»

Es gibt immer eine Lösung

Die Familie und viele Freunde liessen sich vom Enthusiasmus von Kurt Mathis anstecken. Selbst scheinbar unlösbare Knacknüsse wie die Konzession für die doch schon etwas altersschwache Sesselbahn konnten Kurt Mathis nicht von seinem Weg abbringen. Und so wurde die Sesselbahn zu einem Unikat im Seilbahnland Schweiz und befördert heute als Sesselgruppenumlaufbahn in vier Gruppen die Gäste zum Haldigrat. Das heisst: Alle sechs Minuten können im Tal und auf dem Berg je vier Personen zusteigen. Die Fahrt dauert 12 Minuten; spätestens jetzt ist entschleunigen angesagt.

Die Faszination ist geblieben

Kurt Mathis hatte damals, vor knapp 15 Jahren, Recht. Der Haldigrat hat von seiner Faszination nichts eingebüsst. Schon kurz nach der Wiedereröffnung wurde die Aussichtsterrasse von den Wanderern sofort wiederentdeckt. Und seit Tiefschneefahren Neudeutsch als Freeriden durchgeht, ist der Haldigrat auch ein beliebter Treffpunkt für Wintersportler, auch wenn sie die Hänge auf eigenes Risiko befahren, da diese nicht kontrolliert werden. Wer dem Haldigrat einen Besuch abstattet, muss unbedingt in dem gleich neben der Bergstation gelegenen Panorama-Restaurant einkehren. Es ist das Refugium von Antoinette Mathis, der Frau des Besitzers. Gemütlich und familiär geht es hier zu und her. Auch die bis zu 70 Übernachtungsmöglichkeiten sind an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher angepasst. Sie reichen von gediegenen und charmant ausgebauten Doppelzimmern mit WC und Dusche bis hin zu gemütlichen Mehrbettzimmern mit 16 Schlafplätzen. Der Haldigrat – ein Kleinod inmitten einer immer hektischer werdenden Tourismuslandschaft. In Betrieb sind die Sesselbahn und das Bergrestaurant von November bis Juni an den Wochenenden und an Feiertagen jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr oder nach Voranmeldung. Ab 7. Juni bis 1. November von 9.00 bis 17.00 Uhr oder nach Voranmeldung. (bc.)

www.haldigrat.ch

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