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  • Manon Blache, Francesca Luongo und Samantha Paoletti (von links) setzen sich mit Begeisterung für Spitzentechnologien ein. Bild: Natalie Boo/AURA

Beste Köpfe für Forschung und Entwicklung

Forschung- und Entwicklung ist in bestimmten technischen Bereichen immer noch eine Männerdomäne – Innovationspotential liegt brach. Das CSEM versucht dem entgegenzuwirken.

MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Hier sind Frauen und Mädchen in Ausbildung und Beruf noch immer unterrepräsentiert. Ihr Anteil liegt nur bei etwa 20%. Warum eigentlich? Diese Disziplinen haben doch einen guten Ruf und locken ausserdem mit gutbezahlten Jobs. Vermutlich liegt es an Rollenbildern und Vorurteilen, dass diese Berufe schwer seien, kompliziert, technisch – eben etwas für «Jungs». So machen schon Mädchen häufig einen Bogen um diese Themen, dabei wäre ihr Beitrag doch auch wichtig. Das CSEM gestaltet die Technologie der Zukunft und will sich mit dieser Situation nicht abfinden.

CSEM und Frauen
Am CSEM sind rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 44 Nationen vertreten. Diese bunte Mischung hilft uns. Jeder Kopf bringt seine eigene Perspektive und Erfahrungen mit. Leider sieht es im Gegensatz zur kulturellen Mischung nicht ganz so ausgeglichen beim Frauenanteil aus - insbesondere in den Forschungsteams. Seit langem arbeiten wir deshalb daran, Frauen für Technologie zu begeistern und ausgeglichene Rahmenbedingungen zu schaffen. CSEM war 2003 im Kanton Neuenburg der erste Betrieb mit firmeninterner Tageskrippe. Fünf Jahre später erfolgte die Auszeichnung mit dem Zertifikat der Stiftung «Equal Salary».

Verschiedenartigkeit
«In Ingenieurteams sind Frauen extrem wichtig. Leider halten Klischees und überkommene Vorstellungen Mädchen von MINT Berufen fern. Ein wertvolles Innovationspotential wird nicht genutzt.» So Alexandre Pauchard, CEO am CSEM. Für ein Technologieunternehmen ist dieser Zustand nicht akzeptabel. Auch wichtige öffentliche Kunden des CSEM, wie zum Beispiel die EU, erkennen die Lage und fordern von ihren Partnern eine deutliche Sichtbarkeit von Frauen. In diese Richtung zu wirken, ist somit eine wichtige Säule der Firmenstrategie.

Studien zeigen es: Gemischte Teams sind innovativer, kreativer und bringen auch finanziellen Erfolg. CSEM hat eine Task-Force «Diversity» gestartet: Männer und Frauen, unterschiedliches Alter, verschiedene Nationen und Hintergründe unterstützt vom Firmenboard. Die Task-Force entwickelt Strategien, wie CSEM intern und extern das Thema angehen kann. Es geht um Einstellung von Frauen, um ihre Unterstützung beim Karriereweg, um das Entwickeln starker Führungsrollen. CSEM ist auch an Schulen aktiv, um Mädchen für technische Berufe zu interessieren. Erste Früchte sind auch am CSEM in der Zentralschweiz sichtbar: Am Standort Alpnach nimmt die Zahl von Frauen bereits langsam aber stetig zu.
 
Es geht hier weder um ein exklusives Frauenthema noch um einen harten Geschlechterkampf. Es geht vielmehr darum, für Zukunftsthemen unser gemeinsames Potential zum Wohle der Gesellschaft bestmöglich auszuschöpfen: die besten Köpfe für Forschung und Entwicklung! (red.)

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