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Unternehmen

Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG, Engelberg

60 Millionen Franken Umsatz, erstmals mehr als eine Million Gäste am Berg und ein Reingewinn von 15,1 Millionen Franken. Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG bewegen sich in der Schweizer Bergbahnbranche in einer anderen Liga. Das Erfolgsgeheimnis liegt für Geschäftsführer Norbert Patt im Geschäftsmodell, «das uns von den anderen Unternehmen in der Branche unterscheidet».

Die Zahlen der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG im Ende Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr 2010/11 sprechen eine klare Sprache. 59,91 Millionen Franken beträgt der konsolidierte Umsatz, was einer Zunahme von 14,4 Prozent entspricht. Der Verkehrsertrag, eine der wichtigsten Kennzahlen in der Bergbahnbranche, konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2009/10 von knapp 33 Millionen Franken nochmals massiv auf knapp 40 Millionen Franken gesteigert werden. «Damit», rechnet Geschäftsführer Norbert Patt vor, «bewegen wir uns im Bereich der Top fünf der Bergbahnunternehmungen in der Schweiz.» Titlis Rotair ist in der Branche eine Perle. Und dies schon seit Jahren. Ein straffes Kostenmanagement sorgt zudem dafür, dass der Betriebsaufwand gerade mal 4,4 Prozent zulegte, was unter dem Branchendurchschnitt liegt. Die Abschreibungen bewegen sich gemäss Erfolgsrechnung auf dem Vorjahresniveau, und so kann der Geschäftsführer einen Reingewinn von 15,1 Millionen Franken präsentieren.

Investitionen in den Markt

Geschäftsführer Norbert Patt bezeichnet denn auch den neusten Jahresabschluss von Titlis Rotair als «ein für die Branche aussergewöhnliches Resultat». Eine beinahe perfekte Wintersaison ohne einen einzigen Tag Betriebsunterbruch wegen Sturms sowie die, Zitat Patt, «enorme Zunahme an asiatischen Gästen, vor allem aus China und Indien, haben massgeblich zum guten Jahresergebnis beigetragen». Dies wiederum kommt nicht von ungefähr. Laut Norbert Patt zahlen sich die seit mehreren Jahren in die verschiedenen Märkte getätigten Investitionen aus. «Titlis Rotair hat ganz bewusst nicht nur in die Anlagen, sondern auch in den Markt investiert. So haben wir eigene Verkäufer in den verschiedenen Ländern vor Ort, was sich mehr denn je als grosser Vorteil entpuppt. Dass wir erstmals mehr als eine Million Gäste an unserem Berg begrüssen konnten, ist das Resultat.» Erst kürzlich hat Titlis Rotair festgelegt, dass sie auch in Zukunft dieser Strategie treu bleiben will. Hinzu kommt gemäss Norbert Patt, «dass wir ganz bewusst auch in Ländern wie Brasilien vertreten sind, die noch nicht zu den boomenden Märkten gehören». Der wesentliche Grund für den Erfolg der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG dürfte jedoch die Tatsache sein, dass das Unternehmen mit seiner verlängerten Wertschöpfungskette ein wesentlich besseres Geschäftsmodell als ein Grossteil seiner Mitbewerber hat. Ob der Erfolg allerdings weiterhin anhalten wird, hängt laut Norbert Patt zu einem wesentlichen Teil von den Gästen aus Fernost ab. Der Start ins neue Geschäftsjahr auf jeden Fall war eher verhalten. «Schneemangel Anfang Winter, wechselhaftes Wetter mit Sturm und Betriebsunterbrüchen sowie der schwache Euro haben ihre Spuren hinterlassen. Die Buchungen aus dem asiatischen Raum geben jedoch Anlass zur Hoffnung», so Geschäftsführer Norbert Patt, «dass der schwache Winterstart teilweise kompensiert werden kann.»

www.titlis.ch

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