AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Unternehmen

«‹Barbatti› Reloaded»

Das legendäre «Barbatti», im Herzen der Luzerner Altstadt gelegen, gehört neu zur Bindella-Gruppe und erlebt auch in Sachen Kunst eine Renaissance – es ist dem bekannten Künstler Rolf Brem gewidmet. Italianità geht einher mit Erinnerungen an einen legendären Treffpunkt, der nun das Potenzial hat, wieder ein solcher zu werden!

Es gab eine Zeit, da hatte man in Luzern zwei delikate Optionen, auswärts Spaghetti zu essen – im legendären Bahnhofbuffet im ersten Stock oder im Ristorante Barbatti an der Töpferstrasse 10. Gemeinsam waren ihnen die livrierten Kellner, die weniger servierten denn perfekt zelebrierten. Unterschiedlich waren die Tomatensaucen: im Bahnhofbuffet deftig mit einem schweren Tomatenpuree zubereitet (gibt es heute noch ähnlich im «Galliker»), im «Barbatti» mit Pelati, Basilikum, Salz und Pfeffer – italienisch eben.

Erinnerungen? Fasnacht im «Barbatti» – unglaublich! Laue Sommerabende vor dem «Barbatti» – wunderbar. Novemberabende im «Barbatti» – diskussionsgeladen und weingeschwängert.

Jetzt also neu mit Bindella. Das Gastrounternehmen mit Rudi Bindella (64) an der Spitze zählt 40 Restaurants an 8 Standorten in der Deutschschweiz. Zum Geschäftsmodell gehören auch Weinbau und Weinhandel. 1116 Mitarbeitende beschäftigt das Unternehmen, in Luzern sind es deren 18.

Schön, dass auch im neuen «Barbatti» Piercarlo Andreoli mit von der Partie ist; er ist mit seiner sympathischen Art und seinem Auge fürs Detail eine wertvolle Hilfe für Geschäftsführer Roberto Meloni. Sie setzen mit ihrem Team um, was Rudi Bindella gut sichtbar an die Fahne geheftet hat: konstante Qualität, Gastfreundschaft und Authentizität. «Gastronomie ist unsere Berufung. Wir respektieren die Geschichte des ‹Barbatti› und wollen sie fortschreiben», so der Patron.

Auf der Karte stehen Klassiker wie Rindscarpaccio, Spaghetti alle vongole, Risotto al Salmone, Misto di Pesce oder Picantine di vitello.

Und auf Regalen stehen Werke des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Luzerner Künstlers Rolf Brem, der sich erinnert und zitieren lässt: «Der alte Barbatti mit seinem weissen Viktor-Emanuel-Schnauz war eine stadtbekannte Persönlichkeit (...) An der Theke des von Sohn Bruno geführten Restaurants schaute allabendlich Mutter Barbatti zum Rechten (...) Im Säli sassen bürgerliche Gäste, vorn im Restaurant am runden Tisch traf sich das junge Kunstpack (...) Max Rölli, der Journalist, Max Wyss, der geniale Fotograf, Edy Renggli, der Glasmaler, und Sepp Ebinger, der Grafiker und Gründer der Luzerner Guuggenmusig.»

Rudi Bindella hat dem «Barbatti» neues Leben eingehaucht – und damit die Sache mit der «Spaghetti Factory» locker aus dem Geschichtsbuch gekippt – Buon Appetito.

Link zum Restaurant Barbatti

zurück zur Übersicht