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Altrimenti – oder aus Alt wird Neu

Bei Altrimenti in Stans werden aus alten Möbeln neue Unikate. Das Unternehmen hat seinen Sitz seit Anfang 2020 in der Zentralschweiz. Eine Kundschaft aus der ganzen Schweiz schätzt die Kreativität und die Handwerkskunst der kreativen Möbelmacher.

In der Werkstatt der Altrimenti AG an der Engelbergstrasse 40a riecht es nach Holz und Farbe. Schleifpapier, Werkbänke und Werkzeuge prägen das Bild. Möbelstücke stehen zur Restauration bereit. Alten Möbelstücken neues Leben einzuhauchen – dieser Passion hat sich Thomas Rimml mit seinem Team verschrieben. Thomas Rimml hat die im Jahr 2011 von seinen Vorgängern gegründete Einzelfirma 2015 übernommen und als Altrimenti AG umgetauft und aufgebaut. Nach fünf Jahren im Zürcher Weinland befindet sich der Firmensitz seit Anfang 2020 in Stans. In den Ausstellungsräumen finden sich ausschliesslich stilvoll aufgefrischte Unikate: Stühle, Tische, Vitrinen, Schränke, Gartenmöbel usw. Thomas Rimml, gelernter Lastwagenmechaniker und ehemaliger Manager bei Jet Aviation, hat in der Möbelrestauration sein Herzensbusiness gefunden. «Ich erfreue mich nicht nur am kunsthandwerklichen Schaffen und an den spannenden Menschen, denen ich begegne, auch die Tätigkeit als Kleinstunternehmer gefällt und entspricht mir sehr. Die kurzen Entscheidungswege und die nahezu unmittelbare Reaktion auf unternehmerische Entscheide faszinieren und fordern mich», erklärt er.

Ökologisches und soziales Engagement

Bei Altrimenti werden Unikate gefertigt; Einzelstücke für Menschen, die das Individuelle mögen und eine hohe Wertschätzung für das Schweizer Handwerk hegen. Es wird individuell beraten und so gestaltet, dass das jeweilige Möbelstück zu den Menschen und ihrem Umfeld passt. Einen hohen Stellenwert für den Unternehmer geniesst die Nachhaltigkeit. «Unsere Produktion ist äusserst nachhaltig. Ausser Verbrauchsmaterialien wie Schleifmittel und gelegentlich Reparatur- oder Ersatzholz, Farben, Lacke und Öle verbrauchen wir kaum Ressourcen. Die Möbel, die wir bearbeiten, sind oft viele Jahrzehnte alt und meist aus Schweizer Rohstoffen; sie wurden einst in der Schweiz gefertigt und werden jetzt auch wieder hier restauriert», erklärt Thomas Rimml. Auch eingekauft wird fast ausschliesslich in der Schweiz. So entstehen Möbel für drinnen oder draussen, die im Vergleich zu neuen Garten- oder Interior-Möbeln, die oft aus ausländischer Fertigung stammen, eine äusserst positive Ökobilanz aufweisen. Upcycling ist bei Altrimenti an der Tagesordnung.

Neben vier Teilzeitangestellten bietet das Stanser Unternehmen zeitweise eine Arbeitsstelle auf Zeit für Menschen an, die im Zuge einer Wiedereingliederung nach längerer und unfreiwilliger Berufspause, zum Beispiel infolge eines Burn-outs, wieder arbeiten möchten.

Stans als idealer Firmensitz

Seit der Gründung der Altrimenti AG im Jahr 2015 hat das Unternehmen zwischen 600 und 700 Möbelstücke gestaltet. Ein besonderer Auftrag war die Möblierung des Home-Hotels in Arosa, wie Thomas Rimml erläutert: «Die Zimmer wurden nach Themen gestaltet, zum Beispiel ‹Feuer› oder ‹Wasser›. Entsprechend suchten wir spezifisch für das Hotel Möbel und gestalteten diese mit dem Eigentümerpaar zusammen in Muster und Farbe je nach Zimmerthema. Es war nicht nur kommerziell ein toller Auftrag, sondern auch gestalterisch spannend.»

Der neue Firmensitz in Stans bietet viele Vorteile – unter anderem die gute Erreichbarkeit für Kundschaft aus der ganzen Schweiz. Sie nutzt neben dem Besuch bei Altrimenti häufig auch das Freizeitangebot und geniesst die attraktive Natur. Thomas Rimml ergänzt, der Start am neuen Ort sei nicht wie erwartet gewesen: «Coronabedingt musste das Eröffnungsfest verschoben werden und wir konnten einige Messen nicht besuchen. Der Frühling ist für uns wirtschaftlich die wichtigste Zeit im Jahr. Umso mehr freuten wir uns, dass wir trotzdem mitten in der Krise erste Aufträge aus der Region erhalten haben.» (nj.)

www.altrimenti.ch

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