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Mediendienst

  • Aussenansicht des Pop-ups an der Löwenstrasse 3 in Luzern. Bild: zvg/Caritas Zentralschweiz

Pop-up «I ♥ Velo»

Während drei Monaten betreibt Caritas Zentralschweiz ein ganz besonderes Lokal. Mitten in der Stadt Luzern bietet das Pop-up «I love Velo» die Möglichkeit, Arbeitsintegration zu erleben. In unerwarteter Umgebung zeigt die regionale Hilfsorganisation, wie für erwerbslose Menschen eine Brücke zum regulären Arbeitsmarkt entsteht.

Von Anfang Juni bis Ende August betreibt Caritas Zentralschweiz an der Löwentrasse 3 in Luzern das Pop- up mit dem Namen «I love Velo». Die regionale Caritas-Organisation betreibt das leerstehende Ladenlokal als Zwischennutzung und nutzt die innerstädtische Lage, um ihr Engagement im Bereich der Arbeitsintegration sichtbar zu machen. Das Pop-up zeigt anhand der Angebote im Bereich Velomobilität, wie Arbeitsintegration funktioniert: Menschen ohne Stelle bauen ihre Kompetenzen in Praxisbetrieben aus, um Zugang zum regulären Arbeitsmarkt zu erhalten. Ziel ist eine nachhaltige Integration in den regulären Arbeitsmarkt, also eine dauerhafte, bezahlte Arbeit – für ein wirtschaftlich unabhängiges und selbstbestimmtes Leben.

«I ♥ Velo» im Überblick: Ein Pop-up der Caritas Zentralschweiz

Für wen: Offen für alle – ob interessiert an Arbeitsintegration oder ein Velo-Fan. Schau uns 
über die Schultern und komm ins Gespräch. Erfahre, wie Arbeitsintegration für den regulären 
Arbeitsmarkt ausbildet und wie aus einem Wegwerfartikel eine aufbereitete Velo-Perle wird.

Was: Verkauf von aufbereiteten Velos und «I ♥ Velo»-Merch sowie Informationen zur Arbeitsintegration

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12-18 Uhr, Samstag 10-14 Uhr; offen bis Ende August

Adresse: Löwenstrasse 3, 6004 Luzern

«I ♥ Velo» zeigt, was sonst unsichtbar ist
Das Pop-up an der Löwenstrasse macht Arbeitsintegration für alle erlebbar, zumal diese oft in nicht zugänglichen Werkstätten stattfindet. An drei Arbeitsstationen werden im Pop-up Velos für den Wiederverkauf aufbereitet. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsagogin, also einer Fachperson, die Pro- grammteilnehmende kompetenzorientiert begleitet.

Bei den verwendeten Velos handelt es sich um Spenden oder um sogenannte Fundvelos. Denn in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden kümmert sich Caritas Zentralschweiz um vermisste und wieder ge- fundene Velos. Kann ein eingelagertes Fundvelo nach zwei Monaten nicht an die Besitzerin, den Besitzer zurückgegeben werden – was bei 95 von 100 der Velos der Fall ist – gehen diese an die Caritas Zentralschweiz über. Diese Velos werden von Programmteilnehmenden mit recycelten oder neuen Teilen für den Wiederverkauf aufbereitet.

Verkaufte Velos finanzieren soziale Projekte
Die qualitativ hochwertigen Velos werden an der Velostation Luzern, im Secondhand & Brocki «Second Chance» in Emmenbrücke sowie in den Läden «Caritas Wohnen» in Sursee und Hochdorf verkauft. Auch im Pop-up werden Velos verkauft. Analog zu sämtlichen Verkäufen von gespendeten Waren finanziert Caritas Zentralschweiz mit dem Erlös ihre Projekte für Armutsbetroffene.

60 Einsatzplätze rund um das Velo
Der Bereich Velomobilität der Caritas Zentralschweiz verfügt über 60 Einsatzplätze für Menschen, die von Erwerbslosigkeit betroffen sind. Neben den Arbeitsplätzen im Bereich der Velomechanik gibt es weitere Praxisplätze im Bereich Mobilitätsdienstleistungen. Dazu gehört auch das beliebte Veloverleihsystem next- bike. Hier verantwortet Caritas Zentralschweiz den Unterhalt und die Verteilung der Velos in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden sowie Uri.

Modulare Angebote für individuelle Lebensläufe
Caritas Zentralschweiz bietet im Bereich der Arbeitsintegration gesamthaft 250 Einsatzplätze für Menschen ohne Stelle. Oft handelt es sich um Personen ohne Grundausbildung, Menschen mit Migrationshintergrund oder Alleinerziehende. Neben den Einsatzplätzen der Velomobilitätbietet bietet Caritas Zentralschweiz wei- tere Praxisplätze in den Bereichen Administration, Gastronomie, Reinigung, Transport, Upcycling-Atelier, Verkauf oder Warenbewirtschaftung.

Weil jede Person ihren individuellen Rucksack an Erfahrungen mitbringt, unterscheidet sich der Bedarf an Ausbildungsmöglichkeiten. Deshalb sind die Ausbildungen modular gehalten und werden mit Bildungsangeboten ergänzt. Dazu gehören die Bildung am Arbeitsplatz, Coachings für Einzelpersonen, Kurse in Gruppen oder Bewerbungsunterstützung als Walk-in-Angebot. Neben den Bewerbungen sind es vor allem Computerkenntnisse und Sprachkurse, die von grosser Bedeutung sind. (pd.)

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