AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Mediendienst

  • Lorena Avitabile und Anja Felder lernen unter der Anleitung der Lernenden Fachfrau Gesundheit und der Assistentin Gesundheit und Soziales die Mobilisation vom Bett in den Rollstuhl. Bild: XUND

Pflegeluft schnuppern

Die seit über einem Jahr andauernde Corona-Krise hat auch Folgen für die Berufswahl. In den Gesundheitsbetrieben konnten seit dem letzten Frühling zum Teil nicht wie üblich Schnupperlehren angeboten werden. XUND schafft als Berufsbildungsverband Abhilfe und bietet heute 48 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an einem Schnupperparcours für Gesundheitsberufe teilzunehmen.

Das Bedürfnis nach Schnupperangeboten ist gross. Das zeigen auch die Bemühungen des Gewerbever-bands Kanton Luzern für einen einheitlichen Lehrstellenparcours (die Luzerner Zeitung hat am Montag darüber berichtet). Auch XUND ist sich der Bedeutung von Schnupperangeboten in den Betrieben sehr bewusst. Aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen, die aufgrund von Corona seit letztem Frühling herrschen, hat XUND einen Schnupperparcours zu den beiden Berufen Fachpersonen Gesundheit (FaGe) sowie Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales (AGS) auf die Beine gestellt.
41 Schülerinnen und 7 Schüler probieren am Bildungszentrum in Alpnach während drei Stunden in Klein-gruppen typische Handlungen der beiden Berufe aus. An verschiedenen Posten lernen sie von der Kon-trolle der Vitalzeichen über Verbandswechsel bis hin zur Mobilisation die spannenden Aufgaben von FaGe und AGS kennen. Unterstützt und angeleitet werden sie von erfahrenen üK-Dozierenden aus der Praxis sowie von vier Lernenden.
Das Angebot wird von den Jugendlichen sehr geschätzt: «Der Schnupperparcours hat mir sehr gefallen, vorallem, dass man die verschiedenen Aufgaben selber ausprobieren konnte», erklärt Lorena Avitabile aus Kerns. Und Anja Felder aus Ennetmoos ergänzt: «Es war sehr lehrreich und interessant. Ich habe jetzt eine noch klarere Vorstellung, was man als Fachfrau Gesundheit macht und freue mich auf meine Lehre».

Beitrag für genügend Pflegepersonal
Der Schnupperparcours ist neben der jährlichen Bildungsmesse (Zebi) eine wichtige Massnahme, um den Nachwuchs in der Pflege sicherzustellen. «Unser Ziel ist es, möglichst viele geeignete Jugendliche für diesen sinnhaften Beruf, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht, zu begeistern», erklärt Tobias Len-gen, Geschäftsführer der OdA XUND. Besonders erfreulich sei auch, dass trotzt der leicht gesunkenen Gesamtzahlen bei den Lernenden im Schuljahr 20/21 die Zahl der FaGe-Lernenden im laufenden Schuljahr gestiegen ist. «Die erfolgreiche Rek-rutierung von Schulabgängerinnen und -abgänger ist zentral, um auch künftig genügend Fachkräfte in der Pflege zu haben.» Lengen ist zuversichtlich, dass auch in diesem Sommer etwa gleich viele Jugendliche wie im Vorjahr eine Lehre als FaGe und AGS starten werden.

Neben der Gewinnung von Jugendlichen sei es aber auch wichtig, das Potential von diplomierten Pflege-fachkräften, die aufgrund von Familienarbeit ausgestiegen sind, nutzen zu können. Mit der Kampagne wiedereinsteigen.ch sollen Pflegefachpersonen zur Rückkehr in den Beruf motiviert werden. Für das nächste Jahr ist zudem eine gezielte Kampagne für die Gewinnung von Quereinsteigenden in Arbeit.

XUND Bildung Gesundheit Zentralschweiz
XUND vereint das Bildungszentrum Gesundheit und die OdA (Organisation der Arbeitswelt) Gesundheit der Zentralschweiz. Die Mission von XUND ist die bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung von genü-gend und qualifizierten Gesundheitsfachkräften für die Region. Bei XUND bilden 114 Mitarbeitende und über 450 externe Dozierende Gesundheitsfachkräfte aus und begleiten Interessierte – über die gesamte Laufbahn von der Berufswahl bis zur Weiterbildung.
Die OdA XUND setzt sich als Berufsbildungsverband für bestmögliche Rahmenbedingungen für die Aus- und Weiterbildungen ein und ist verantwortlich für das Berufsmarketing. Das Bildungszentrum XUND bie-tet an den Standorten Luzern und Alpnach ein breites, praxisnahes Aus- und Weiterbildungsangebot «aus einer Hand» für rund 2‘600 Lernende und Studierende an – z.B. von Fachpersonen Gesundheit über dipl. Pflegefachpersonen bis hin zur dipl. Expertin Notfallpflege. Es ist schweizweit das einzige Bil-dungszentrum, das von 175 Zentralschweizer Gesundheitsbetrieben getragen wird. (pd.)

www.xund.ch

zurück zur Übersicht