AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Mediendienst

  • Bankratspräsident Daniel Dillier (links) und CEO Bruno Thürig in den Räumlichkeiten des neuen OKB-Hauptsitzes. Bild: Samuel Büttler

Gutes Jahresergebnis

Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat im Geschäftsjahr 2020 gut gearbeitet. Mit 25,09 Millionen Franken weist sie einen soliden Geschäftserfolg aus. Sie erzielt in jedem Bereich des operativen Geschäfts ein positives Ergebnis.

Drei Faktoren prägen das Geschäftsjahr 2020 der OKB: Die positive Entwicklung des operativen Geschäfts in allen Bereichen. Ein anfänglich schwieriges Börsenjahr, das eine Kehrtwende machte. Und die vorsichtige Bewertung von bestehenden Positionen bei den Kundenausleihungen.

Die OKB erwirtschaftet im Berichtsjahr einen Bruttogewinn von 28,76 Millionen Franken. CEO Bruno Thürig zeigt sich erfreut über das Ergebnis: «Den Spitzenwert des Vorjahres haben wir zwar nicht erreicht. In Anbetracht eines von der Covid-19-Pandemie gezeichneten Marktumfeldes sind wir mit diesem Ergebnis aber sehr zufrieden.»

9,82 Millionen Franken an den Kanton
Die OKB entrichtet dem Kanton Obwalden 9,82 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie. Den Inhabern von Partizipationsscheinen zahlt sie eine Dividende von 34 Prozent auf dem Nominalwert aus. Bei einem Jahresendkurs von 1'110 Franken entspricht das einer Rendite von 3,06 Prozent. Die Eigenkapitalquote vor Gewinnverwendung von 9,00 Prozent der Bilanzsumme weist die OKB als eine gut kapitalisierte und sehr stabile Bank aus.

Operatives Geschäft verläuft positiv
Der Brutto-Erfolg des Zinsengeschäfts konnte im Berichtsjahr um 6,1 Prozent auf 48,90 Millionen Franken gesteigert werden. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft bleibt mit 7,89 Millionen Franken erwartungsgemäss unter dem Vorjahresergebnis von 8,21 Millionen Franken. Die durch die Pandemie verursachten grösseren Schwankungen an den Börsen generieren mehr Handelsaktivität. Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft nimmt gegenüber dem Vorjahr um ausgezeichnete 400'000 Franken zu. Das operative Handelsgeschäft verläuft sehr gut. Auch die im März erlittenen Börsenverluste im eigenen Handelsbestand können bis Ende Jahr mehrheitlich wettgemacht werden.

Ein stringentes Kostenmanagement führt zu einem um 1,2 Prozent tieferen Geschäftsaufwand. Der Sachaufwand kann gegenüber dem Vorjahr um 600'000 Franken reduziert werden.

Wiederum starkes Wachstum erzielt
Die Bilanzsumme steigt um 5,8 Prozent auf 5,52 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen vor Wertberichtigung wachsen um rund 170 Millionen Franken. Das entspricht einem sehr erfreulichen Plus um 4,6 Prozent. Ohne die Covid-19-Kredite beträgt das Wachstum überdurchschnittliche 125 Millionen Franken. «Unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater haben sehr gut gearbeitet. Auch konnten wir entgegen des Trends die Zinsmarge halten. Weil wir jedoch die Folgen der Covid-19-Pandemie auf gewisse Branchen derzeit nicht abschätzen können, haben wir Wertberichtigungen gebildet», sagt Bruno Thürig.

Digitalisierungsschub bei Kunden
Die Pandemie beschleunigt den Digitalisierungsprozess. Die Kunden entscheiden sich vermehrt für digitale Bezahlservices, wie folgende Zahlen zeigen: 8,8 Prozent mehr E-Banking-Verträge, 33,3 Prozent mehr Mobile-Banking-Verträge und 185,6 Prozent mehr TWINT-Transaktionen.

Verlässliche Partnerin auch in der Krise
Noch bevor der Bund sein COVID-Programm lanciert, ruft die OKB am 19. März 2020 ihren OKB Unterstützungsfonds KMU 2020 in Höhe von 5 Millionen Franken ins Leben. Bis Ende 2020 bewilligt sie 19 Vergaben von insgesamt rund 200'000 Franken. «Mit dem Fonds unterstützen wir vor allem jene, die keinen Anspruch auf Bundesdarlehen haben und coronabedingt in eine Notsituation geraten sind», erklärt Bruno Thürig. Im Kanton Obwalden werden 500 Kredite im Rahmen des Covid-19-Programms des Bundes vergeben, davon laufen 269 über die OKB. Das entspricht einem Kreditvolumen von rund 50,5 Millionen Franken – knapp 80 Prozent des gesamten Covid-19-Kreditvolumens im Kanton.

Ausblick in ein von Unsicherheiten geprägtes 2021
Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 fallen bei der OKB zurückhaltend aus. Zu unsicher sind die Auswirkungen der anhaltenden Covid-19-Krise. Sie rechnet mit einem tieferen Jahresergebnis.

Ende Sommer 2021 blickt die OKB einem besonderen Highlight entgegen: Sie wird ihren neuen Hauptsitz in Sarnen Nord beziehen. Ein besonderes und sehr erfreuliches Ereignis in der 135-jährigen Geschichte der Bank.

www.okb.ch

zurück zur Übersicht