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Kunst & Kultur

  • Meret Oppenheim, Nuages, 1953, Kunsthaus Zug, © 2019 ProLitteris, Zurich

Kunsthaus Zug

Und plötzlich ist alles anders. Ein Virus verändert die Welt − im Grossen wie im Kleinen. Das Kunsthaus Zug ist ab 12. Mai wieder geöffnet. Vorerst geht es Fantastisch Surreal weiter mit den vor dem Lockdown eröffneten Ausstellungen, die bis 6. September verlängert sind.

Endlich kehrt Leben ins Museum zurück: Am Dienstag, 12. Mai öffnet das Kunsthaus Zug wieder! Die aktuellen Ausstellungen Fantastisch Surreal - Die Sammlung sowie Breton Duchamp Kiesler - Surrealistische Räume 1947 sind bis am 6. September verlängert. Die vermeintlich historische Kunst, die zwischen den beiden Weltkriegen entstand, wirkt jetzt wieder aktuell in einer Zeit der Verunsicherung, wie wir sie nach dem Lockdown erleben.

Die Öffnung des Museums wird von einem Schutzkonzept begleitet, denn das Abstand- halten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Die Kunsthaus-Bar ist vorläufig bis am 24. Mai geschlossen. Ebenfalls weiterhin geschlossen bleibt die Skulptur Seesicht von Roman Signer an der Seeuferpromenade wegen der geltenden Schutzmassnahmen. Stattdessen wird die Installation The Ship of Tolerance von Ilya und Emilia Kabakov im Brüggli bald wieder zugänglich sein bei trockenem Wetter. Sie erhält ein neues Segel und wird in diesem Jahr von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm belebt in Kooperation mit FRW Interkultureller Dialog.

Kunstvermittlung digital und live

Bis nach den Sommerferien finden vorerst keine Veranstaltungen im Kunsthaus statt. Weiter werden die neuen digitalen Vermittlungsformate Kunst über Mittag via Zoom, der Kunstvermittlungskurier für Familien per Newsletter, Kunst@home für Schulen und ein digitaler Ausstellungsrundgang angeboten. Über die Weiterführung dieser Angebote wird auf der Webseite, im Newsletter und auf Facebook und Instagram informiert. Ein Gewinn ist auch der attraktive neue Internet-Auftritt der Stiftung Sammlung Kamm mit der Veröffentlichung aller Kunst- werke, die im Kunsthaus aus Platzgründen bis auf weiteres nicht zu sehen sind. Nach den Sommerferien können die bekannten Formate wie Führungen, Kunst über Mittag, Gesprächsstunde Kunst, Familienworkshop und Offenes Atelier dann hoffentlich wieder vor Ort im Kunsthaus Zug aufgenommen werden.

Programmänderungen 2020

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – in diesem Fall ist das erst im nächsten Jahr. Das Sommerfest am 6. Juni zum 30 Jahre-Jubiläum wurde verschoben, ebenso die dazu geplanten Ausstellungen Zeit und Raum – Hommage an Christine und Peter Kamm und Das Kunsthaus Zug kochen – Kunsthaus Zug mobil, 38. Halt: Daheimpark sowie die neuen Kunstinstallationen von Thomas Schütte und Bethan Huws. Die Richard Gerstl-Ausstellung mit vielen internationalen Leihgaben wurde vorsorglich auch auf 2021 verschoben.

Am 19. September findet im Rahmen der Zuger Kunstnacht neu die Eröffnung der Ausstellung BeZug – Werke der Sammlung statt. So wie die ungewohnte Situation mit Corona dazu einlädt, die Beziehung zu sich selbst, zum unmittelbaren Umfeld und zur Welt zu hinterfragen, richtet die Ausstellung BeZug ihren Fokus auf das Eigene. Die Aussensicht wird aus- drücklich miteingeschlossen: Die Ausstellung verbindet internationale Künstler – die sich in ihren Arbeiten auf Zug beziehen – mit vielen Kunstschaffenden der Region.

Verschiebung GV

Die ordentliche Generalversammlung der Zuger Kunstgesellschaft ist auf den 6. September 2020 verschoben. Der Jahresbericht 2019 erscheint wie geplant im Juni.

www.kunsthauszug.ch

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