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Kunst & Kultur

  • Der neue Museums-Shop mit vielen attraktiven Souvenirs. Bild: Gletschergarten

Gletschergarten Luzern öffnet Wunderkammern

Der Gletschergarten Luzern erreicht mit der Eröffnung des Schweizerhauses eine weitere Etappe in seinem Jahrhundertprojekt. Das historische Gebäude wurde aufwändig restauriert und zeigt sich äusserlich wieder in seiner ursprünglichen Bauform. In den Innenräumen gibt es allerlei Schätze zu entdecken.

«Nach Monaten intensiver Bauzeit erreicht der Gletschergarten Luzern ein grosses Zwischen­ ziel. Seit Samstag, 12. September 2020 ist das Schweizerhaus für das Publikum wieder zu­ gänglich», freut sich Corinne Fischer, Präsidentin der Stiftung Gletschergarten Luzern. Im Rahmen des 20 Millionen Franken teuren Erneuerungs- und Erweiterungsprozesses wurde das ehemalige Wohnhaus der Familie Amrein in seinen alten Glanz versetzt. Die Anbauten, welche einst für Ausstellungsraum angebracht wurden, sind zurückgebaut. Dafür zieren jetzt ein schmucker Laubengang sowie ein lichtdurchfluteter Wintergarten das Erdgeschoss. Hier sind neu das Museumsbistro und ein kleiner Museumsshop eingezogen.

Persönliches Willkommen
Im ehemaligen Wohnhaus der Amreins herrscht heute wieder eine gastliche Atmosphäre. Ma­ rie Amrein-Troller, Ehefrau des Gründers und erste Direktorin, begrüsst die Gäste persönlich in ihrem Haus. In virtueller Präsenz verweist sie auf die liebevoll inszenierten Schätze, die über drei Stockwerke verteilt sind. Da gibt es historische Möblierung, kunstvoll geschliffenes Glas, edles Porzellan und antike Spielwaren. Spektakuläre Fossilien, Kristalle und ausge­wählte Tierpräparate gesellen sich dazu. Verschiedene Reliefdarstellungen der Alpen mit ihren Gletschern, Verkehrswegen und historischen Momentaufnahmen ermöglichen dem Auge unge­ wohnte, analoge Ein- und überblicke. «Wer in diesem Haus zu Besuch kommt, bewegt sich durch Wunderkammern, wo es je nach Neigung und Stimmung garantiert immer wieder Neues zu entdecken gibt», erklärt Andreas Burri, Direktor Gletschergarten Luzern.

Quartier-Hot-Dog
Der Gletschergarten präsentiert sich mit seinem Ensemble von Naturdenkmal, Park, Schwei­ zerhaus und Spiegellabyrinth seit seiner Gründung 1872 als Erlebnismuseum. Im neuen Bistro mit dem Museumsshop kommt eine besondere Verbindung von Stadt, Land, Pflanzen und Fossilien zum Tragen. Hier lässt sich ein genüsslicher Zwischenhalt inmitten einer histo­ rischen Stadtoase einlegen. Das gesamte Sortiment stammt aus der Region. Die Lieferanten sind regional verankert. Der Gletschergarten-Hot-Dog ist gar ein eigentliches Quartierprodukt: Das Brot stammt aus der Backstube der «Heini Conditorei». Die Wurst ist eine Kreation der «Metzgerei Doggwiler» und das frische Gewürz-Ketchup hat das Team um Patrick Odermatt vom «Cafe sowieso» entwickelt.

Im integrierten Museums-Shop findet man Kristalle, Postkarten, Pflegeprodukte, Essbares und lehrreiches, um ein Stück Gletschergartenerlebnis mit nach Hause zu nehmen. «Mit dem Bistro schliessen wir eine Lücke im Angebot. Unsere Museumsgäste können ihren Besuch im Gletschergarten mit einer kurzen Pause verbinden. Zudem haben wir attraktiven Raum für kleine Events», sagt Andreas Burri. Zwar ist der Besuch ins Bistro nur mit dem Eintritt mög­ lich. Aber für gerade mal 50 Franken gibt es die Mitgliedschaft zum Forum Gletschergarten, mit welcher eine Jahreskarte und der Zugang zu Spezialanlässen verbunden ist. Wer den Schweizerischen Museumspass hat, profitiert ebenfalls vom kostenfreien Eintritt.

Felsenwelt öffnet im Sommer 2021
Die Arbeiten für die Erlebniswelt Fels schreiten gut voran. «Es sind spektakuläre Bauarbeiten, die ein hohes Mass an Können von allen Beteiligten verlangen. Direkt neben dem Zugang zum Spiegellabyrinth und vom Dach des Laubengangs ist erkennbar, wie nahtlos sich die Betonar­ beiten an den Fels schmiegen und die Schichtung weiterführen. Das ist hohe Baukunst, die Zeit verlangt», sagt Corinne Fischer, Präsidentin der Stiftung Gletschergarten. Die Eröffnung der Erlebniswelt Fels und der Erweiterung Sommerau als Höhepunkt des Jahrhundertprojektes ist auf Sommer 2021 geplant. (pd.)

www.gletschergarten.ch

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