Kunst & Kultur
Die grosse Ladenfläche im Bourbaki-Gebäude wird zum Pop-up. Foto: Bourbaki Panorama
Bourbaki Pop-up
Die Stiftung Bourbaki Panorama lanciert im leerstehenden Lokal am Luzerner Löwenplatz ein spannendes Pop-up-Projekt als Zwischennutzung: Das Museum, die Stadtbibliothek und die Bourbaki Bar spannen zusammen und bieten ab Juni einen öffentlichen Raum für Kultur, Begegnung und Austausch. Im selben Raum wird auch ein Pop-up Store eröffnen.
Mit einem innovativen Kooperationsprojekt stärkt das Bourbaki künftig seine Relevanz als Kulturzentrum in der Luzerner Öffentlichkeit. Die Eigentümerin, die Stiftung Bourbaki Panorama Luzern, lanciert auf einer Fläche von 200 Quadratmetern eine öffentliche Plattform mit Veranstaltungsbereich, Bistro und Co-Working-Space, Bücher- und Zeitschriftenangebot und kleinen Ausstellungen. Beteiligt sind die im Gebäude ansässigen Betriebe: das Museum Bourbaki Panorama, die Stadtbibliothek und die Bourbaki Bar. Die Eröffnung der kreativen Zwischennutzung startet anfangs Juni und dauert voraussichtlich ein Jahr. Eine prominente Nachbarin steht bereits fest: Das Zürcher Taschenlabel FREITAG belebt den Standort ab Mitte Juni mit einem eigenen Pop-Up Store. Der beliebte Treffpunkt am Löwenplatz, umgeben von Kino und Kunsthalle, bietet für beide Vorhaben beste Voraussetzungen.
Aktualität und Vielfalt
Das Pop-up-Projekt bietet einen neuen Zugang zum vielfältigen Angebot des Bourbaki-Gebäudes: Das Rundbild Bourbaki Panorama und das Angebot der Stadtbibliothek werden in zeitgemässer Ausgestaltung präsent sein. Bald lässt sich entlang der Fensterfassade über einer 40 Meter langen Illustration einer Studentin der HSLU Design Film Kunst genüsslich Kaffee trinken und dabei das umtriebige Tun am Löwenplatz beobachten. Niederschwellig zugängliche Ausstellungen zu gesellschaftlich relevanten Themen laden das Publikum ein, mitzumachen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Das Programm des Pop-ups soll sich unter der Beteiligung von Nachbarschaft, Kulturschaffenden und der Bevölkerung laufend fortentwickeln. Der Veranstaltungsbereich kann für nicht kommerzielle Workshops, Infoveranstaltungen, Präsentationen, Konzerte und weitere kreative Vorhaben gegen eine geringe Spesenpauschale gemietet werden. Anmeldungen erfolgen per Formular über die Webseite des Museums Bourbaki Panorama.
Beleben statt Warten
Für die Stiftung Bourbaki Panorama ist die Vermietung der Bourbaki-Räumlichkeiten langfristig existenziell. Die Finanzierung des Museums erfolgt einzig über die Einnahmen der vermieteten Gewerbeflächen, von öffentlicher Hand erhält das Kulturdenkmal keine Unterstützung. Unter dem Motto «Beleben anstatt Warten» werden mit dem Bourbaki Pop-up zwei Drittel der aktuell leerstehenden Geschäftsfläche zwischengenutzt. Mit ihrer Initiative setzt die Stiftung ein Zeichen für die öffentliche Kultur. Hinsichtlich einer langfristigen Vermietung der Gewerbefläche steht die Stiftung mit Interessierten im Kontakt. Sobald Entscheide vorliegen, wird dazu kommuniziert. Die Stiftung Bourbaki Panorama und die weiteren Beteiligten freuen sich, mit dieser neuen Plattform die Luzerner Kulturszene zu bereichern. (pd.)