AKOMAG ROICOM
DAS WIRTSCHAFTSPORTAL DE ZENTRALSCHWEIZ

Gastrotipp

Gasthaus Tübli

Im Herzen von Gersau findet sich leicht das Gasthaus Tübli, ein schönes wie traditionelles Haus aus dem Jahre 1755. Vorweg seien die Felchen nach Gersauer Art erwähnt. Sie gelangen frisch auf den Tisch, begleitet von regionalen Weinen und einem sehr aufmerksamen Service.

«Gersau bleibt Gersau. Ein freues Volk. Ein freies Land», so steht es am Dorfbrunnen beim Gemeindehaus steinern geschrieben, und so kommt es einem auch vor, wenn man die «Freie Republik», die sie einmal war, betritt - das Feeling bleibt irgendwie.

Ein kurzer Blick ins Geschichtsbuch erklärt: Die «altfrye Republik Gersau» war ein selbständiger Kleinstaat 1390 auf dem Gebiet des heutigen Kantons Schwyz entstanden. Damals kauften sich die Gersauer von der Herrschaft der Vögte aus Luzern frei und konnten so ihre Rechte selber ausführen. Das klappte über 300 Jahre, bis 1798 die Franzosen per Waffengewalt Gersau dem Kanton Waldstätten zuteilten. Nach Napoleons Ende riefen die Einwohner 1814 erneut die Republik aus. Diese dauerte bis 1817. Diesmal war es der Kanton Schwyz, der sich das 23,7 Quadratkilometer grosse Dorf am Vierwaldstättersee mit Zustimmung der Tagsatzung einverleibte. Per 1. Januar 1818 wurde die Republik Gersau aufgelöst - ihr Gebiet bildet heute den Bezirk Gersau, aber im Herzen sind Gersauer immer noch Republikaner mit eigenem Territorium geblieben.

Dem Herzen nahe liegt bekanntlich der Gaumen, und der freut sich, wenn er die «Freie Republik» mit ihren zahlreichen Gaststätten betritt. Dabei fällt ein Haus besonders auf, das Gasthaus Tübli nämlich, dessen Wurzeln ins Jahr 1755 reichen.

Angelina Kurtah und Ralph Zuberbühler haben das «Tübli» 2006 übernommen. In den vergangenen Jahren ist es ihnen gelungen, dem Haus eine Seele zu geben. Und da spielen ja verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle. So u.a. die Atmosphäre, die sich über die gemütliche Einrichtung (herrlich der Duft des Arvenholzes), die Gäste (mehrheitlich gemütlich orientierte Republikaner), das Engagement der Wirtsleute, den Service und natürlich die Speisekarte  definiert. Ganz zuoberst die Spezialität des Hauses, die ultrafrischen Felchen nach Gersauer Art (mit einer leichten Weisswein-Kräutersauce) oder gebraten mit Mandeln und Peterli. Lieferant ist der Fischer Michael Näpflin vom benachbarten «Schwybogen». Zu erwähnen natürlich der Gersauer Käsekuchen oder die Mistkratzerli, während 30 Minuten im Ofen knusprig gebacken. Dazu gibt es den passenden Wein, wobei Tropfen aus der Region nicht fehlen dürfen. Die Preise sind moderat, und wer in der «Freien Republik» länger verweilen möchte, findet Unterschlupf in einem der acht individuell ausgestatteten «Tübli»-Zimmer. (jo.)

Gasthaus Tübli
Dorfstrasse 12
6242 Gersau
041 828 12 34
info@gasthaus-tuebli-gersau.ch

http://www.gasthaus-tuebli-gersau.ch

Öffnungszeiten

November - April
Mi. - Sa.  11.00 Uhr - 23.00 Uhr
letzte Küchenbestellung 21.30 Uhr

So. 10.00 Uhr - 22.00 Uhr
letzte Küchenbestellung 20.30 Uhr

Mai - Oktober
täglich von 08.00 Uhr - 24.00 Uhr
letzte Küchenbestellung 21.30 Uhr

So. 10.00 Uhr - 22.00 Uhr
letzte Küchenbestellung 20.30 Uhr

Sa & So durchgehend warme Küche

zurück zur Übersicht