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Kopf der Woche

Werner Scheuber

Ennetbürgen. Die Nachfolgeregelung in Schweizer KMU ist ein aktuelles wie auch vieldiskutiertes Thema. Dass ein solches Ereignis das Ergebnis eines über Jahre dauernden Prozesses ist, zeigt das Beispiel der Raumgestaltung Werner Scheuber AG aus Ennetbürgen. Ab 2018 übernimmt die dritte Generation, angeführt von den Töchtern Katja Amstalden-Scheuber und Franziska Scheuber, das Ruder. Unterstützt werden sie von Severin Monn und Sacha Klemm.

Wird Werner Scheuber nach dem Erfolgsgeheimnis seines Unternehmens gefragt, dann sind es für ihn die Mitarbeitenden, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben und engagiert den Kundenservice pflegen. Das Unternehmen Raumgestaltung Werner Scheuber AG mit Sitz in Ennetbürgen überzeugt durch harmonisch präsentierte Wohnerlebnisausstellungen und hohe Fachkompetenz der Mitarbeitenden in den Bereichen Innenarchitektur, Einrichtungsplanung, Vorhänge, Vorhangtechnik, Polsterhandwerk, Bodenbeläge, Möbel, Betten und Lichtdesign. Eine Spezialität des Nidwaldner Familienunternehmens ist die Gesamtplanung und Durchführung von Neugestaltungen und Einrichtungskonzepten, was die Werner Scheuber Raumgestaltung AG zu einem der führenden Innendekorationsbetriebe der Zentralschweiz macht. Grossen Wert legt Werner Scheuber auf die Sicherstellung des eigenen Berufsnachwuchses. Seit 1975 werden Lernende in den Berufen Innendekorateur/in, Wohntextilgestalter/in und Detailhandelskaufmann/-frau ausgebildet.

Jetzt die dritte Generation

Gemeinsam mit seiner Frau Heidi hat Werner Scheuber das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten geprägt. Damit, wie es mit dem traditionellen Familienbetrieb in Ennetbürgen weitergehen soll, hat sich das Ehepaar Scheuber seit über fünf Jahren intensiv auseinandergesetzt. Denn die Planung und Umsetzung einer Unternehmensnachfolge ist eine besondere Herausforderung. «Neben der Bereitschaft, eine Firma überhaupt in andere Hände zu geben, hat die Nachfolgeregelung vor allem auch mit Emotionen zu tun», betont Nochinhaber Werner Scheuber. Aus diesem Grunde hat er für die Planung und Umsetzung einen Spezialisten als Coach beigezogen. Gemeinsam haben sie die zukünftige Unternehmensstrategie entwickelt, den Businessplan überarbeitet und die Termine fixiert. Was die Scheubers besonders freut: Angeführt von den Töchtern Katja Amstalden-Scheuber und Franziska Scheuber wird die dritte Generation das Ruder übernehmen. Unterstützt werden sie dabei von den Geschäftsleitungsmitgliedern Severin Monn und Sacha Klemm. Werner und Heidi Scheuber stehen der dritten Generation nach der Übergabe mit Rat und Tat zur Seite.

Jahrelanger Prozess

Gemäss einer Studie der Credit Suisse steht in der Schweiz in den kommenden Jahren jedes fünfte Unternehmen vor einer Stabsübergabe. «So eine Nachfolgeregelung ist ein spezielles Erlebnis, weil man alles, was man unternehmerisch gemacht hat, auf den Prüfstand legt, reflektiert und analysiert, was optimiert werden kann», blickt Werner Scheuber auf die vergangenen Jahre des Reifeprozesses zurück. Dass sie eine familieninterne Lösung für die Nachfolgeregelung gefunden haben, erachtet Werner Scheuber nicht als selbstverständlich. «Meine Frau Heidi und ich sind hocherfreut, dass unsere Töchter die Familientradition fortsetzen. Dafür sind wir dankbar.» Das Beispiel der Raumgestaltung Werner Scheuber AG ist exemplarisch dafür, dass eine Nachfolgeregelung nicht von heute auf morgen passieren kann, sondern das Ergebnis eines jahrelangen Prozesses ist. (bc.)

Mehr als eine Famillienangelegenheit, Zentralschweiz am Sonntag, 4. Dezember 2016

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