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Kopf der Woche

Ulrich Fricker

Luzern. Seit Januar 2018 ist Ulrich Fricker, ehemaliger Suva Geschäftsführer, Präsident der Spitalräte des Luzerner Kantonsspitals und des Kantonsspitals Nidwalden. Er steht vor grossen Herausforderungen, bewegt sich das Gesundheitswesen doch in unruhigen Gewässern.

Der Gesundheitsmarkt ist in der Schweiz mittlerweile zu einem Markt von 80 Milliarden Franken gewachsen – Tendenz steigend. Viele Akteure stehen unter Druck. Gefordert von einer Bevölkerung, die unabdingbar eine Top-Versorgung fordert, sich aber gleichzeitig über hohe Krankenkassenprämien ärgert. Dass im Gesundheitswesen gespart werden muss, ist allen Beteiligten und Involvierten aus Wirtschaft, Politik, Verbände, Institutionen, Krankenkassen und der Ärzteschaft klar. Die Frage ist nur: Wie? Die Politik des Kantons Luzern ist diesbezüglich einen Schritt vorangegangen, der wegweisend sein könnte: Nach der Devise «ambulant vor stationär» hat der Luzerner Gesundheitsdirektor und Regierungspräsident, Guido Graf, ein Zeichen gesetzt. Seit Juli 2017 werden an den Luzerner Spitälern zwölf bestimmte Eingriffe wenn möglich ambulant vorgenommen. Damit konnten einer Studie gemäss in einem halben Jahr 1,5 Millionen Franken eingespart werden.

Einer, der stark gefordert ist und die Sparvorlage «ambulant vor stationär» in den eigenen Häusern direkt messen kann, ist Ulrich Fricker (64). Als neuer Präsident der Spitalräte von Luzern und Nidwalden muss er ruhig Blut bewahren und Augenmass zeigen. Das passt zu ihm. Der promovierte HSG-Absolvent, der den langjährigen Vorgänger der Spitalräte der Kantonsspitäler Nidwalden und Luzern, Beat Villiger, ersetzt, war lange Jahre Geschäftsführer der Suva.

Einen gemeinsamen Spitalrat haben die beiden Kantone Luzern-Nidwalden, weil sie sich zur Spitalregion Luzern-Nidwalden (Lunis) zusammengeschlossen haben. (jo.)

www.luks.ch

www.ksnw.ch

www.suva.ch

 

 

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