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Kopf der Woche

Theo Breisacher, LTB Lungern-Turren-Bahn AG

Er hat schon so vieles angerissen und erfolgreich umgesetzt. Doch mit einem Seilbahnbetrieb betritt auch Theo Breisacher Neuland. Als Inhaber der LTB Lungern-Turren-Bahn AG hat er die seit zwei Jahren stillstehende Luftseilbahn vor dem sicheren Todesstoss gerettet. Theo Breisacher kann das schaffen, was vor ihm schon einige versucht haben: das Bahnunternehmen in eine sichere Zukunft zu führen.

Just zu jenem Zeitpunkt, wo schon fast niemand mehr an eine Rettung der Luftseilbahn Lungern-Turren geglaubt hat, greift der Alpnacher Unternehmer Theo Breisacher zu, und zwar beherzt und mit beiden Händen. Er tut dies so, wie er dies schon oft in seinem Leben getan hat. Zwischen 1964 und 2014 hat der heute 79-Jährige nicht weniger als 35 Unternehmen gegründet oder war zumindest bei der Gründung mitbeteiligt. Dies tat Theo Breisacher stets mit einem sicheren Gespür und der Erfolg gab ihm Recht. Dass er sich jetzt trotz Pensionsalter für die Luftseilbahn in Lungern engagiert und bereit ist, dafür über acht Millionen Franken zu investieren, zeugt von seinem Glauben an eine erfolgreiche Zukunft von Lungern-Schönbüel.

Mit beiden Füssen fest auf dem Boden

Geld zu investieren ist das eine, ein erfolgversprechendes Konzept für ein schon abgeschriebenes touristisches Unternehmen zu entwickeln, das andere. Doch hier zeigt sich einmal mehr, dass Theo Breisacher trotz seiner unternehmerischen Erfolge immer mit beiden Füssen fest auf dem Boden der Realität geblieben ist. Es sind nicht hochtrabende Pläne, wie sie in der Vergangenheit mehrfach geträumt wurden, die er für Lungern-Schönbüel hegt. «Zurück zu den Wurzeln» lautet das Motto des Investors, und dies bedeutet nichts anderes, als dass weniger oft mehr ist. Theo Breisacher hat richtig erkannt: Wenn ein Gebiet für den sanften Tourismus geeignet ist, dann ist es mit Bestimmtheit jenes von Lungern-Schönbüel.

Patron alter Schule

Das Engagement von Theo Breisacher ist für die Region ein Glücksfall. Als Patron alter Schule verfügt er über die notwendige Geduld für den Wiederaufbau. Nicht der schnelle finanzielle Erfolg steht im Vordergrund, sondern die Motivation, hier etwas Gutes zu tun. Theo Breisacher hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass ihm das Wohl von Land und Leuten wichtiger ist als der monetäre Erfolg. Was er mit seinen Unternehmen verdiente, investierte er wieder in neue Unternehmen. Als er 1966 das Schrankbau-Unternehmen Alpnach Norm gründete, standen gerade mal sechs Mitarbeitende auf der Lohnliste. Im Mai 2008 übergab Theo Breisacher die Alpnach-Norm-Gruppe mit 164 Mitarbeitenden und einem konsolidierten Umsatz von 40 Millionen Franken an seine Tochter Brigitte Breisacher. Mit der Breisacher-Stiftung unterstützt der neue Besitzer der LTB Lungern-Turren-Bahn AG junge Berufsleute in den Kantonen Obwalden und Nidwalden, die erfolgreich eine Berufslehre absolviert haben, und mit der TEBRAG-Stiftung möchte er bezahlbare Alterswohnungen fördern. Und nun wartet mit Lungern-Turren eine neue Herausforderung auf Theo Breisacher. (bc.)

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