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Kopf der Woche

Sina und Roger Filliger

Engelberg. Der erste Gedanke: «Die müssen verrückt sein.» Denn anders kann man das Engagement von Sina und Roger Filliger nicht umschreiben, mit dem sie nun auch den Nordflügel vom über 100 Jahre alten Hotel Bellevue-Terminus in Engelberg umgebaut haben. Die Belohnung: Das Haus hat jetzt vier Sterne.

31 frisch designte Zimmer, ein neues Treppenhaus sowie eine neue Lobby. Das ist das Ergebnis der neusten Umbauphase im Hotel Bellevue-Terminus in Engelberg. Sechs Jahre nach dem Totalumbau des Südflügels wurde nun der Nordflügel dieses alt ehrwürdigen Hotels total ausgehöhlt. Eine Kopie der 2011 sanierten Zimmer kam aber für Sina und Roger Filliger nicht in Frage. «Das Gästeverhalten hat sich in den vergangenen sechs Jahren massiv verändert», sagt Roger Filliger, der Vollblut-Gastgeber. 

Geschichte wird erlebbar

Das Hotel Bellevue-Terminus, an bester Lage direkt beim Bahnhof Engelberg gelegen, stammt aus der Zeit der Belle Epoque. Die Geschichte des Hauses gebührend berücksichtigen, gleichzeitig den veränderten Gästebedürfnissen Rechnung tragen und dabei noch unkonventionelle Lösungen realisieren, lautete der Auftrag an Roli Scherer und sein Team von der Architekturwerk AG in Sarnen. Und ja, der Umbau sollte pünktlich zum Start in die neue Wintersaison 2017/18 abgeschlossen sein. Entstanden ist dabei in den vergangenen sechs Monaten eine einzigartige Kombination, bei der die Zeit der Belle Epoque mit dem Hier und Jetzt vereint und zu einer Einheit verbunden wurde. «Es war uns extrem wichtig», so das Hotelier-Ehepaar Filliger, «dass auch nach dem Umbau die Geschichte von unserem Hotel allgegenwärtig sein wird, ohne dass dabei beim Wohle des Gastes Abstriche gemacht werden.»

Sina-Style

Der Rundgang am Eröffnungstag zeigte, dass auch der zweite, nicht ganz fünf Millionen Franken teure Umbau, gelungen ist. Und hier zeigt es sich, dass an der Dame des Hauses Sina Filliger eine Innenarchitektin verloren gegangen ist. Mit sehr viel Gespür sowie Liebe zum Design und zur Ästhetik hat Sina Filliger die Räume gestaltet. Ihre ganz persönliche Note ist dabei spür- und sichtbar und verleitete den Engelberger Tourismus-Direktor Frédéric Füssenich bei der Eröffnung vom «Sina-Style» zu sprechen. Dass sich die Hotelgäste in den neuen Zimmern wohl fühlen werden, ist garantiert. Und quasi als Belohnung erhielt das Hotel Bellevue-Terminus den vierten Stern zugesprochen. Sina und Roger Filliger haben entgegen dem allgemeinen Trend der fast täglich erscheinenden Meldungen über Hotelschliessungen bewiesen, dass man mit viel Willen, dem Glauben an das eigene Können und vor allem mit sehr viel Herzblut auch heute noch in der Hotellerie Berge versetzen kann. Was als nächstes kommen wird, das wissen die beiden Vollblut-Gastgeber noch nicht. Sie sind aber überzeugt, «dass bei unserem Hotel Bellevue-Terminus auch nach dem zweiten grossen Umbau das Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist.» Was sich auf den ersten Blick wie eine Kampfansage anhört, ist in Tat und Wahrheit nichts anderes als der Glaube an eine erfolgreiche Zukunft des für Engelberg wichtigsten Wirtschaftszweiges, dem Tourismus. (bc.)

www.bellevue-terminus.ch

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