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Kopf der Woche

Renato Fasciati, Geschäftsführer Zentralbahn

Für Renato Fasciati ist es eine besondere Woche. Zum einen kann er vermelden, dass die Zentralbahn auch die letzten Bahnübergänge des gesamten Streckennetzes bahnseitig saniert und damit gesichert hat, und zum anderen sind es am 19. Dezember 50 Jahre her, als zum ersten Mal der Bahnverkehr durchgehend von Luzern nach Engelberg möglich war.

Vor 50 Jahren, am 19. Dezember 1964, wurde das noch fehlende Teilstück zwischen Stansstad und Hergiswil für eine durchgehende Bahnstrecke von Luzern nach Engelberg feierlich eingeweiht: die Achereggbrücke sowie der Loppertunnel. Damit erschloss sich für Nidwalden und Engelberg die grosse weite Welt. Das Umsteigen in Stansstad aufs Schiff entfiel somit. Die Reisezeit von Luzern ins Klosterdorf verkürzte sich damit auf einen Schlag von 1 Stunde und 50 Minuten auf neu 59 Minuten. Wahrlich ein grosser Meilenstein für den Kanton Nidwalden und das Klosterdorf Engelberg. Heute beträgt die Reisezeit von Luzern nach Engelberg dank modernstem Rollmaterial und auch dank dem Tunnel zwischen Grafenort und Engelberg gerade noch 43 Minuten.

Sicherheitsauflagen erfüllt

Auch wenn es die damalige Luzern-Stans-Engelberg-Bahn heute nicht mehr gibt, so ist man bei der Zentralbahn als Nachfolgerin der LSE stolz auf die Geschichte. Entsprechend wird die Eröffnung der durchgehenden Linie von Luzern nach Engelberg am 50. Jahrestag mit einem Fest gefeiert. Denn für den seit Juli 2011 als Geschäftsführer der Zentralbahn tätigen Renato Fasciati steht fest: «Nur wer seine Geschichte kennt, kann auch seine Zukunft erfolgreich gestalten.» Der 39-jährige Zentralbahn-Geschäftsführer hat jedoch noch einen weiteren Grund zur Freude. Die bahnseitige Sanierung der letzten Bahnübergänge steht kurz vor dem Abschluss. Mit den 89 im Jahr 2014 sanierten Bahnübergängen erfüllt die Zentralbahn somit trotz sehr grosser Herausforderungen als eine der wenigen Bahnen der Schweiz die ursprüngliche Vorgabe seitens des Bundesamtes für Verkehr rechtzeitig. «Dies war uns ein grosses Anliegen», so Renato Fasciati, ist doch die Sicherheit bei der Zentralbahn oberstes Gebot.»

Chef von 345 Mitarbeitenden

Die Zentralbahn ist heute das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in den Kantonen Obwalden und Nidwalden sowie im Berner Oberland. Die von Zeit zu Zeit erhobene Kundenzufriedenheit stellt dem Unternehmen ein gutes Zeugnis aus. Dies wiederum wirkt sich direkt auf die Anzahl der beförderten Passagiere aus. Auch hier kann die Zentralbahn mit guten Zahlen aufwarten. Dies ist nicht zuletzt auch ein Verdienst von Renato Fasciati, dessen Handschrift heute das Unternehmen trägt. Im Engadin aufgewachsen, hat der Vater von zwei Kindern an der HSG St. Gallen Volkswirtschaft studiert und berufsbegleitend sein Doktorat absolviert. Dabei war er unter anderem als Leiter Profitcenter der Schweizerischen Speisewagengesellschaft tätig und führte 60 Mitarbeitende. Ab 2002 hatte Renato Fasciati als Berater bei McKinsey & Company Erfahrungen gesammelt in Strategie-, Organisations- und Wachstumsprojekten. Ab 2007 war er bis zu seinem Start am 1. Juli 2011 als Geschäftsführer der Zentralbahn Leiter Unternehmensentwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung der SBB Cargo AG. Die Zentralbahn beschäftigt heute 345 Mitarbeitende und zählt zu den grössten und innovativsten Meterspurbahnen der Schweiz. (bc.)

www.zentralbahn.ch

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