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Kopf der Woche

Reinhold Messner

Stans. Zum «Gipfeltreffen» am diesjährigen Wirtschaftsforum Unterwalden wird auch Reinhold Messner erscheinen. Der Extrembergsteiger weiss, was es heisst, sich am Limit zu bewegen. Von sich selber sagt er: «Ich mache nur das, was ich selber gerne tun will, und folge keinem Druck von aussen.» Neben Reinhold Messner sind auch Carla del Ponte und Thomas Borer Gäste am Wirtschaftsforum Unterwalden.

Wirtschaft und Bergsteigen sind für den Südtiroler Extremsportler Reinhold Messner sehr nahe miteinander verwandt. «In Bezug auf Leadership oder Motivation können Personen aus der Wirtschaft von den Bergsteigern und Alpinisten sehr viel lernen. Aber auch, was die Identifikation mit Zielen betrifft.» Reinhold Messner ist ein Mensch, der nicht lange um den «heissen Brei» herumredet. Lieber sagt er, was er denkt. «Schönfärberei», so der gebürtige Südtiroler, «ist nicht meine Sache. Populismus ist weder für die Politik noch für die Wirtschaft förderlich und am Ende für uns alle schädlich.» Sein Motto lautet denn auch: «Lieber respektiert als populär.»

Gast am Wirtschaftsforum

Reinhold Messner ist in diesem Jahr am 14. September 2016 zusammen mit Carla del Ponte und Thomas Borer Gast am Unterwaldner Wirtschaftsforum. Er, der als erster Mensch überhaupt auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender stand, wird am Wirtschaftsforum zum Thema «Am Limit» referieren. Obwohl er sich bei seinen Expeditionen oftmals am Limit bewegte, zeigte sich Reinhold Messner bislang sehr resistent gegen Druck von aussen. «Ich stelle hohe Ansprüche an mich selber», gibt der heute 72-Jährige zu. «Mich von aussen unter Druck zu setzen, kommt für mich nicht in Frage. Wenn ich etwas mache, dann darum, weil ich es gerne tue.» Dass Reinhold Messner dies nicht nur sagt, sondern auch lebt, wird er den Gästen am ausverkauften Unterwaldner Wirtschaftsforum gerne selber und in seiner ganz direkten Art sagen.

«Der Gipfel ist erst die Hälfte»

Alpinisten wie Wirtschaftsführer haben oft nur ein Ziel – den Gipfel zu erreichen. «Dass der Gipfel bloss der Umkehrpunkt ist, wird von den Bergsteigern oftmals vergessen. In der Wirtschaft ist dies leider nicht anders. Was letztendlich zählt, ist nicht der Gipfelerfolg, sondern die erfolgreiche Umsetzung von Ideen.» Solche versuchte er nicht nur als Spitzenalpinist, sondern auch als Politiker umzusetzen. Dass er sich dabei nicht immer an die Parteirichtlinien hielt, passt zum Menschen Reinhold Messner, der sich nicht in ein Schema pressen lässt. Und deshalb ist auch klar, dass er sich auch bei seinem Referat am Wirtschaftsforum Unterwalden so oder so «am Limit» bewegen wird. Ganz egal, was die führenden Wirtschaftsfachleute von Obwalden und Nidwalden im Publikum davon halten werden. Der seit Jahren auch erfolgreiche Buchautor wird auch in Nidwalden seinen eigenen Weg gehen. (bc.)

www.wirtschaftsforum-unterwalden.ch

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