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Kopf der Woche

Philippe Steiert, Leiter CSEM Zentralschweiz und Direktor CSEM-Regionalzentren

Das von Philippe Steiert in Alpnach geführte Regionalzentrum Zentralschweiz von CSEM hat schon verschiedentlich sein grosses Know-how bei internationalen Projekten einbringen können. Seit dem 1. November dieses Jahres ist das CSEM Zentralschweiz als einer von zehn europäischen Partnern am Projekt «Biofos» beteiligt.

Philippe Steiert ist als Direktor der CSEM-Regionalzentren viel auf Achse. Und er kennt die Dynamik in der Mikrotechnologie. Schliesslich spielt das CSEM in diesem Umfeld für viele Schweizer Industriepartner eine bedeutende Rolle. Aber auch internationale Partner schätzen die Zuverlässigkeit des CSEM, welches unter anderem in Alpnach ein Regionalzentrum betreibt. Seit dem 1. November 2013 ist das CSEM Zentralschweiz Partner in dem auf 36 Monate ausgelegten europäischen Projekt «Biofos». Ziel dieses Projekts: Entwicklung eines portablen und wiederverwendbaren optischen Biosensors, mit dem bei Lebensmitteln vor Ort eine Qualitätsanalyse vorgenommen werden kann.

Verfahren vereinfachen

Werden heute bei Lebensmitteln Qualitätsanalysen vorgenommen, erfolgen diese in der Regel mittels komplexer, grosser und teurer Laborgeräte. Die Analysen können deshalb nicht vor Ort erfolgen, weshalb nur vereinzelte Stichproben möglich sind. Durch den beim Projekt «Biofos» angestrebten portablen, wiederverwendbaren und dadurch auch kostengünstigen Sensor können all diese Nachteile behoben werden. Das Projekt vernetzt Partner aus Griechenland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und der Schweiz. Das CSEM Zentralschweiz bringt dabei seine Kompetenz in der Mikrofluidik und Probenvorbereitung in das Projekt ein und ist für die drei verschiedenen Vorstufen verantwortlich, in denen jeweils Milch, Öl oder Nüsse für den Sensor vorbereitet werden.

Gut investierte Unterstützung

Die Zentralschweizer Kantone haben die Bedeutung einer Organisation wie des CSEM schon früh erkannt. Daher wurde durch die MCCS AG im Jahre 2001 das Regionalzentrum in Alpnach lanciert. Das MCCS mit seinen industriellen Aktionären bildet heute die Drehscheibe für die Mikrotechnologie in der Zentralschweiz. Das CSEM in Alpnach ist hier der Forschungspartner und wird durch die Zentralschweizer Kantone finanziell unterstützt. Damit wird der Aufbau von Technologie-Plattformen wie nun auch für das neuste Projekt «Biofos» erst ermöglicht, die dann der Industrie zur Verfügung gestellt werden. Verschiedene nationale und internationale Studien belegen heute, dass dies gut investiertes Geld der Zentralschweizer Kantone ist. (bc.)

www.csem.ch

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