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Kopf der Woche

Otmar Spescha, Energieberater und Inhaber Ingenieurbüro AG für energieeffizientes Bauen

Das Thema Energie, vor allem der sparsame Umgang mit Energie, interessiert Otmar Spescha bereits seit jungen Jahren. Heute ist er Inhaber der Ingenieurbüro AG für energieeffizientes Bauen in Schwyz und auf privater Basis Energieberater für die Region Schwyz und Gersau.

Energie scheint im Überfluss vorhanden zu sein. Energie in Form von Nahrung ist für uns Menschen in unseren Breitengraden praktisch immer und überall verfügbar. Energie für Wärme oder Mobilität ist für die meisten von uns erschwinglich. Mangel herrscht kaum, eher Überfluss. Das verleitet dazu, Energie zu verschwenden, häufig zulasten der Umwelt. Das Bewusstsein wächst, dass gewisse Energieformen nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Otmar Spescha versucht dieses Bewusstsein weiter zu fördern.

Energie als Leidenschaft

Angefangen hat Otmar Spescha als Heizungsmonteur und sich später zum Energieberater weitergebildet. Seit der Eröffnung seines Ingenieurbüros befasst er sich ausschliesslich mit energieeffizientem Bauen und dem Einsatz von erneuerbaren Energien. Seine Begeisterung brachte ihm bereits einige Auszeichnungen ein, so den Schweizerischen Solarpreis (1999), das Watt-d’Or-Diplom (2008) und das PlusEnergieBau-Diplom (2010). Auf diese Preise ist er stolz, denn es sei schön, für seine beruflichen Anstrengungen geehrt zu werden. Anstrengung ist allerdings das falsche Wort, denn Otmar Spescha arbeitet sehr gerne in seinem Beruf. «Wir leben energiepolitisch in einer spannenden Zeit. Ich liebe es, wenn ich aktiv meinen Teil zur Energiewende beitragen kann.»

Bewusstsein fördern

Otmar Spescha unterscheidet zwischen zwei Bereichen. Bei der Wärmeproduktion sei das Bewusstsein für das Energiesparen und den Einsatz alternativer Energien recht hoch, sagt er. «Es gibt kaum noch jemand, der heute in einem Neubau eine Ölheizung installiert. Die meisten Hausbesitzer wollen sich von fossilen Energieträgern verabschieden.»

Beim Stromverbrauch hingegen spricht Otmar Spescha von einer sogenannten Pattsituation. «Es gelingt uns zwar, mehr Strom aus sauberer Energie zu produzieren und mehr energiesparende Geräte herzustellen. Auf der anderen Seite kommen in einem durchschnittlichen Haushalt aber immer mehr Geräte zum Einsatz, neue Handys, Tablets oder Fernseher.» Einen ausschliesslichen Tipp für die Senkung des persönlichen Energieverbrauchs hat der Energieberater nicht. Zuerst müsse man sich bewusst werden, dass die fossilen Energieträger nicht unendlich vorhanden sind. «Wenn dieses Bewusstsein in Fleisch und Blut übergegangen ist, werden die Energiespartipps, altbekannte und noch unbekannte, von alleine umgesetzt, und das Benutzerverhalten wird positiv beeinflusst.» (lr.)

www.passivhaus.ch

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