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  • Foto: Anne Morgenstern.

Markus Hongler, CEO Mobiliar

Markus Hongler startete seine Laufbahn mit einer Lehre auf der Generalagentur Luzern der Mobiliar. Nach einem langen Abstecher ist er vor zwei Jahren zum grossen Schweizer Versicherer zurückgekehrt: als CEO. Nun steuert er die Mobiliar auf Erfolgskurs.

«E schöne Obig!» Der Dialekt verrät den CEO der Mobiliar auf den Gängen am Hauptsitz in Bern: Markus Hongler (55) ist Luzerner. Seit zwei Jahren führt er die genossenschaftlich verankerte Versicherung. Vor seinem Wechsel wirkte er in verschiedenen Funktionen bei der Zurich, davon drei Jahre als CEO der Zurich Schweiz und zuletzt als CEO des europäischen Nicht-Leben-Versicherungsgeschäfts.

Markus Hongler steuert die Mobiliar auf Erfolgskurs: In seinem ersten vollständigen Jahr als CEO wuchs das Unternehmen erneut im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Über 46 000 Kunden hat die Versicherung 2012 dazugewonnen und sich so zusätzliche Marktanteile gesichert. Wenn die Mobiliar ein Produkt nicht selber anbieten kann, geht sie Kooperationen ein, wie Anfang 2013 mit der Krankenkasse Concordia und der Nationale Suisse im Bereich Kunstversicherung.

Der Mensch steht im Zentrum

Das Kapitalmanagement ist ein wichtiger Bereich seines Aufgabenspektrums: «Die tiefen Zinsen beschäftigen mich, weil sie zu weniger Ertrag auf unseren Kapitalanlagen führen», sagt Markus Hongler. Daneben widmet er seine Zeit vor allem den Mitarbeitenden. «Welche Fähigkeiten benötigen wir, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu bestehen?», fragt er sich etwa. Markus Hongler will dabei fähigen internen Mitarbeitenden interessante Laufbahnen bieten, aber auch die Chance nutzen, dass Fachkräfte zur Mobiliar wechseln wollen.

Die Form der Genossenschaft erlaubt der Mobiliar nachhaltiges Wirtschaften. Nicht der Gewinn an sich steht im Mittelpunkt, sondern der langfristige Erfolg. Als spezielle genossenschaftliche Leistung beteiligt sie ihre Kundinnen und Kunden am guten Geschäftsgang. Derzeit erhalten Kunden der Haushalt- und Gebäudeversicherung eine Reduktion von 20 Prozent auf ihre Prämie. So fliessen von den erzielten Überschüssen mehr als 13 Millionen Franken an die Kunden der neun Zentralschweizer Generalagenturen zurück. Die Mobiliar ist auch Mitgründerin der noch jungen Interessengemeinschaft Genossenschaftsunternehmen (IGG) mit Sitz in Luzern. Ziel der IGG ist es, die bisher in der Schweiz noch wenig erforschte Gesellschaftsform «Genossenschaft» auf ein neues Fundament zu stellen, um Gründern neuer Genossenschaften ein modernes Werkzeug zur Unternehmenssteuerung in Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber anzubieten.

In der Zentralschweiz beschäftigt die Mobiliar knapp 300 der über 4000 Mitarbeitenden. Den weitaus grössten Teil davon in den neun Generalagenturen, die alle über einen eigenen Schadendienst verfügen.

www.mobi.ch

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