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Kopf der Woche

Mariia Opanasiuk

Mariia Opanasiuk hat in diesem Sommer ihre Ausbildung zur Hotel-Kommunikationsfachfrau mit Ehrenmeldung abgeschlossen. Für die 18-Jährige ist das ein besonderer Erfolg: Erst vor gut vier Jahren kam sie aus der Ukraine in die Schweiz, damals 13 Jahre alt und mit nur wenigen Deutschkenntnissen. Insgesamt haben in diesem Sommer 15 Flüchtlinge in Nidwalden ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Aufgewachsen ist Mariia Opanasiuk in Nischyn, einer kleinen historischen Stadt im Norden der Ukraine nahe Tschernihiw, wo sie neben der Schule auch eine Kunstschule besuchte. Im April 2022 verliess sie wegen des Krieges gemeinsam mit ihrer Familie die Heimat. Mit Evakuierungszügen und nur dem Wichtigsten im Gepäck war die Familie mehr als drei Tage unterwegs – ohne zu wissen, wohin die Reise genau führen würde. Heute lebt Opanasiuk in Büren im Kanton Nidwalden.

In der Schweiz musste sie sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden, Deutsch lernen und sich mit einer anderen Kultur vertraut machen. Geholfen hätten ihr dabei Ausprobieren, Durchhalten und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Wichtig waren auch die Menschen, die sie unterstützten und ihr neue Türen öffneten.

Besonders herausfordernd war das erste Jahr ihrer Ausbildung zur Hotel-Kommunikationsfachfrau. Wegen ihrer damals begrenzten Deutschkenntnisse musste Mariia Opanasiuk häufig zuerst die Sprache und danach den eigentlichen Lernstoff verstehen.

Für die Ausbildung entschied sie sich wegen der Vielseitigkeit des Berufs und des Kontakts mit Menschen. Im ersten Lehrjahr lernte sie Küche, Hauswirtschaft und Service kennen, später arbeitete sie hauptsächlich im Front- und Backoffice. Sprachen, Offenheit und der Austausch mit Menschen liegen ihr besonders am Herzen.

Nach dem Lehrabschluss setzt Mariia Opanasiuk ihre Ausbildung fort. Neben ihrer Tätigkeit als Rezeptionistin im Seehotel Kastanienbaum absolviert sie die wirtschaftliche Berufsmatura und möchte sich damit neue berufliche Möglichkeiten eröffnen. Besonders interessieren sie Finanzen und Betriebswirtschaft.

An der Schweiz schätzt sie vor allem die Hilfsbereitschaft, Geduld und Akzeptanz, die sie erfahren hat. Diese Unterstützung möchte sie weitergeben.

Das Amt für Asyl und Flüchtlinge Nidwalden hat kürzlich 15 junge Erwachsene mit Flüchtlingshintergrund geehrt, die in diesem Sommer ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen haben. Sieben Absolventen erhielten ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ), acht schlossen ihre Ausbildung mit einem Eidgenössischen Berufsattest (EBA) ab. Darunter fanden sich Berufe wie Fachmann Gesundheit, Detailhandelsassistent oder Unterhaltspraktiker. Zudem wurde auch eine Masterabsolventin in Business Administration geehrt. (otg.)

 

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