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Kopf der Woche

Heinz Keller, Geschäftsführer Kloster Engelberg

Das Benediktinerkloster Engelberg, 1120 gegründet, ist ein KMU und beschäftigt rund 130 Mitarbeitende. Verschiedene Betriebe erwirtschaften einen Umsatz von rund zwölf Millionen Franken. Heinz Keller, Rechtsanwalt aus Stans, ist seit 2008 Geschäftsführer der Klosterbetriebe und Stiftungen des Benediktinerklosters Engelberg.

Wer Engelberg besucht, kann es nicht übersehen, das Benediktinerkloster, 1120 gegründet und weit über die Grenzen hinaus bekannt. 29 Mönche gestalten dort unter der Leitung von Abt Christian ihr Leben – ganz im Sinne von «ora et labora». Das Kloster beschäftigt aber auch Mitarbeitende, und zwar insgesamt rund 130. Da liegt nicht falsch, wer die Institution als KMU bezeichnet. Verantwortlich für die Geschäftsführung ist Heinz Keller (60), Rechtsanwalt aus Stans. Er ist seit Bestehen des Klosters der dritte weltliche Manager, der das Soll ins Haben bringt. Er ist unter anderem verantwortlich für Betriebe wie den Forst, die Schreinerei und die Schmiede, die Gärtnerei mit dem Blumenladen, für die Gastro- und die Landwirtschaftsbetriebe. Zu seinem Aufgabenbereich gehört neben der Immobilienbewirtschaftung auch das Finanzmanagement. Mit dem Rektor und Verantwortlichen der Stiftsschule, Dr. Thomas Ruprecht, arbeitet er eng zusammen.

Auch Kloster kennen Veränderungsprozesse. In Engelberg war es zu Gründungszeiten der Grosskellner, der den Betrieb organisierte. Ihm folgte der Klosterverwalter, und seit Oktober 2008 ist es der Geschäftsführer Heinz Keller, der auch als Turn-around-Manager Verantwortung trägt. Seine Arbeit besteht darin, dieses KMU Kloster auf allen Ebenen (ausser der geistlichen natürlich, das ist die Aufgabe des Abts) auf Erfolg zu trimmen – will heissen, gute Erträge zu erwirtschaften. Es gilt, Transparenz zu schaffen, neue Managementformen einzubringen, die IT neu aufzubauen, betriebswirtschaftliche Grundlagen zu schaffen, das Marketing zu formieren, kurz, den Professionalisierungsgrad zu erhöhen – Corporate Governance jedenfalls ist im Kloster Engelberg kein Fremdwort.

Heinz Keller hat nach seinem Rechtsstudium an der Universität Bern (lic. iur.) und nach dem Rechtspraktikum am Amtsgericht Kriens (Anwaltspatent) ein Praktikum bei einer Kanzlei in New York absolviert, um sich so auf seine Tätigkeit in der Wirtschaft vorzubereiten. Weitere Stationen vor seinem Start im Kloster Engelberg waren die Kaufmännische Berufsschule in Luzern (Teilzeit Lehrtätigkeit), Anwaltspraxis Adalbert Durrer, Alpnach (Anwalt), Gowa Gottfried Waser AG, Stans (Mitglied der Geschäftsleitung), KPMG Fides, Luzern (Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberater), Mobimo Verwaltungs AG, Zollikon (Rechtskonsulent für den Konzern und Leiter Immobilien-Portefeuille). 2005 machte er sich mit Keller und Partner, Stans, selbstständig.

Dass Heinz Keller seit 1995 nebenamtlich im Verwaltungsrat der Stanserhornbahn aktiv ist und seit 2007 als deren Verwaltungsratspräsident Meilensteine setzt, ist eine andere Geschichte. Nur so viel: Am 29. Juni 2012 führt die Weltneuheit «CabriO®» erstmals Gäste aufs Stanserhorn – eine echte Innovation, umgesetzt von Spezialisten der Goldauer Firma Garaventa, die für Furore sorgen wird. Heinz Keller und Stanserhornbahn-Direktor Jürg Balsiger sind die treibenden Kräfte des Projekts.

www.kloster-engelberg.ch

www.stiftsschule.ch

www.stanserhorn.ch

www.engelberg.ch

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